Full text: Abhandlungen civilistischen und criminalistischen Inhalts (Bd. 5 (1844))

13. Einige Nachträge zu früheren Arbeiten in dieser Zeitschrift: obligatio naturalis, solutio ipso jure, variae causarum figurae und Verträge

III

Einige Nachträge zu früheren Arbei-
ten Ln dieser Zeitschrift.

Vorrede.
Seit 50 Jahren hat die bessere geschichtliche Darstellung
des römischen Rechts manchen Zweifel in der Erkenntniß des
römischen Rechts gclößt; allein wir müssen bereichert mit den
neuen Kenntnissen doch wieder in die Zeit zurücke, welche unsre
Väter uns übergeben haben, denn die meisten neueren Darstel-
lungen über römisches Recht entsprechen unsrer PrariS nicht;
daher diese Darstellung.

I.
^er Unterschied zwischen obligatio naturalis und civilis ist
in unfern Tagen fast ohne BedeuMng.
Alle Formalität des römischen Rechts ist weggefallen, wir
haben den förmlichen Geschäften gegenüber auch nicht deren
Gegensatz, die unförmlichen! keine pacta mehr, keine fidei-
commissa, man zweifelt, ob die praescriptio nicht das ganze
Recht aushebe *), von der obligatio naturalis bei der res
judicata hing schon im römischen Rechte nichts ab: nur ein-
zelne Gesetze z. B. das 80. Macedonianum lassen die obli-
gatio als eine naturalis bestehen, das Kind ist dem Vater
in dessen Gewalt es sich befindet, nur naturaliter etwas schul-
i) Denken läßt es sich wohl, daß eine Pflicht der honesta« zu-
rückbleibe, und die Erklärung der römischen Stellen ist sehr
schwer, weil man den prozessualisch förmlichen »nd den all--
gemeinen Rechtsstandpunkt nicht unterscheiden kann.
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