Full text: ¬Die durchlauchtigen Höfe in Europa nach ihrer gegenwärtigen Beschaffenheit und Verfassung entworffen (Th. 3 (1735))

Die Durchlauchtigen Höfe. 191 
let, und nachdem man es lange pro und contra 
erwogen, endlich am 26. Aug. der einmüthige 
Schluß gefasset: Daß Jhro Hochmögenden 
unter der Bedingung, daß die Cron Franck¬ 
reich in den gesamten Niederlanden keinen 
Krieg verhaͤngen werde, die Neutralität fuͤr 
sich und ihre Lande anzunehmen, sich auch 
weder directe noch indirecte in die Nordischen 
Angelegenheiten zu mischen entschlossen, ie¬ 
doch mit dem Vorbehalt, daß ihnen frey¬ 
stehe, die mit ihren Alliirten errichtete Tra¬ 
staten und Verbindungen zu erfuͤllen, und die 
darinn versprochene Contingente beyzutragen. 
Des folgenden Tages gab man hiervon den 
Frantzösischen, Groß=Britannischen und Kay= | 
serlichen Ministern Nachricht, und zugleich dem 
letzten die Versicherung, daß der Staat keines= 
weges von demjenigen, worzu er sich ehemahls 
durch feyerliche Verträge anheischig gemachet, 
abgehen würde, sondern bey gegenwärtigem 
Verhalten eintzig und allein die Bewahrung der 
Oesterreichischen Niederlande zum Zweck gese= 
tzet hätte. Jnzwischen liessen Jhro Hochmö= 
genden so wohl, als die Crone Groß=Britannien, 
an den Höfen zu Wien, Petersburg, Versailles, 
Madrid und Turio noch immer nachdrückliche 
Vorstellungen, mithin einen Versuch thun, ob die 
aufsteigende Kriegs=Flamme noch vor ihrem 
würcklichen Ausbruch zu dämpffen seyn möchte. 
Um die Mitte des Septembris erstattete der Mar- 
quis de Fenelon den Herren General=Staaten 
Bericht, 
N 4 
Max-Planck-Institut für 
SLUB 
europäische
	        
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