Full text: Hof und Staat (Bd. 2 (1809))

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genstand der Untersuchung seyn, und ich muß unterthänigst 
bitten, dem Amte aufzugeben: 
daß es dieselben von meinen litterarischen Sachen sepa¬ 
rire, und mir jene entweder ungelesen zurückgebe, oder 
über diesen Punkt rechtliches Erkenntniß einhohle. 
Ich kann dieses um so gewißer erwarten, als eben diese 
Familien. Sachen viel zu unbedeutend seyn möchten, von 
Höchstdenenselben gelesen zu werden. 
Natürlich hat diese Versieglung auch bewirkt, daß ich 
durch den Mangel meiner Manuscripte an der Fortsetzung 
meiner St. W. Zeitung, welche zeither unter Censur erschie= 
nen ist, und künftig ebenfalls unter Censur und unter der 
Firma Staaten=Wohl und Staaten=Weh rc. förtgesetzt 
wird, gehindert werde, und mein Publikum wird deshalb 
von mir Rechenschaft fodern. Um nun dieses Institut in 
seinem Fortgange nicht zu hemmen; so bitte ich submissest 
auch deshalb dem Amte Saalfeld gnädigst aufzugeben: 
daß es mir die Aufsätze, welche für die St. W. Zei¬ 
tung gehören, nach vorheriger Einsicht ausantworte. 
Von Höchstdero Gerechtigkeits-Liebe darf ich ganz 
gewiß unterthänigst erwarten, daß mir vollständiges recht¬ 
liches Gehör, welches ich hiermit submissest erbitte, zu 
Theil werde. 
Mit tiefester Ehrfurcht ersterbe ic h | 
Euer Herzoglichen Durchlaucht 
Saalfeld, den 13. Nov. 1790. 
unterthänigster 
Theodor Kretschmann. 
Von
	        
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