Volltext : Hof und Staat (Bd. 2 (1809))

ropä

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Sr.  Majestät  haben  den  festen  Vorsatz,  die  fränkischen -
  Staaten  so  glücklich  zu  machen,  als  sie  es  nach  ihrer
individuellen  Lage  werden  können,  wenn  das  Land  selbst
dafür  Empfänglichkeit  hat,  und  die  Last  der  Einrichtung
erleichtern  hilft.
Ob  sie  es  werden  können,  ob  selbst  das  jetzige  Zeitalter -
  ein  Emporkommen  zuläßt?  ob  nicht  alles  Bauen
vergeblich  ist?  dieses  lassen  sie  uns  gemeinschaftlich  untersuchen. -

Zwar  ist  es  wahr,  wir  erblicken  rings  um  uns  und
selbst  in  der  Geschichte  der  Vorzeit  nichts  als  ein  Entstehen -
  und  Vergehen  der  Staaten,  selbst  die  größten  und
mächtigsten,  die  beynahe  keinen  äußern  Feind  mehr  um
sich  sahen,  erlagen  am  Ende  ihrer  eigenen  Masse,  und
beynahe  sollte  man  auf  den  Gedanken  kommen,  daß  dieses -
  das  endliche  Loos  aller  Staaten  seyn  werde  und  seyn
müsse,  und  eben  deßwegen  nur  Palliative  vorkehren,  um
das  doch  gewiße  Hinsinken  noch  eine  Zeitlang  zu  verhindern. -
  Denn  traurig  ist  es,  nur  immer  zu  bauen,  um
fallen  zu  sehen.  Indessen  findet  sich  doch  kein  evidenter
Grund,  welcher  diese  Ahndung  bewahrheitete.  Aber  wie
ist  es  anzufangen,  um  jenem  traurigen  Schicksale  vorzubeugen? -

Man  wird  nie  über  diese  Frage  ein  richtiges  Resultat -
  herausbringen,  wenn  man  nur  von  dem  ausgeht,  was
da  ist,  anstatt  daß  man  erforschen  sollte,  was  da  seyn
sollte.  Kein  Staat  kann  je  auf  den  Punct  gebracht
werd.,  wo  er  gleichsam  von  seinem  Gipfel  auf  sich  selbst
herabsehen,  und  nichts  weiter  thun  könnte,  als  sich  über
sich  seibst  freuen,  seine  Stärke  und  Consistenz  bewundern,
und  das  Erworbene  genießen.
Der
            
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