haered. & ad senat. cons. trebellianum. 727
zwischen einen Erben und einem fideicommissario -
ein grosser Unterscheid. Denn wenn der
Erbe ex certo die eingesetzet wuͤrde, so wuͤrde
vor Zukunfft dieses Tages niemand Erbe seyn,
folglich wuͤrde einer contra regulam §. 5. J.
de haered. inst. pro parte testatus, pro parte -
intestatus versterben. Anders aber verhaͤlt
es sich bey dem fideicommissario, weil binnen
derselben Zeit der hares fiduciarius Erbe ist,
auch, wenn er gleich die Erbschafft restituiret
hat, nichts destoweniger noch immer Erbe bleibet, -
quia jus haereditarium semel in personem -
devolutum, perpetuo apud eum
manet. I. 88. ff. de hered. instit.
Der effect von diesen fideicommissis bestehet -
darinnen, daß nemlich der haeres fiduciarius -
die angetretene Erbschafft, oder den gewissen -
Antheil derselben, dem fideicommissario -
(woferne nur solche valide relicta seyn.
Denn wenn sie etwan in testamento imperfecto, -
oder in codicillo nicht vor 5. Zeugen,
oder nicht praesente haerede verlassen seyn so
ist der haeres fiduciarius an solche auch nicht
gebunden,) abtreten muß. l. 14. §. 4. 1. 67. 71.
ff. ad SCt. Trebell. und zwar wenn ein dergleichen -
fideicommissum pure ist verlassen
worden, so muß der haeres fiduciarius nicht allein -
die Erbschafft selbst, wie sie zur Zeit des
Todes des testatoris gewesen, sondern auch
die fructus, ante ejus aditionem illi accedentes -
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Max-Planck-Institut für
europäische Rechtsgeschichte