Full text: Vorhoff der gantzen Jurisprudenz Oder Vollständige Einleitung zum Iure Civili, Feudali, Canonico und Publico (Th. 16 (1729))

de heredum qualitate & differentia. 377 
seyn, daß er 3) sich guͤltiger Weise obligiren 
und verbinden koͤnne. Und wer sich also einem 
andern nicht verbindlich machen kan, derselbe 
kan auch keine Erbschafft antreten. Hieraus 
fliesset, daß der Pupillus oder Muͤndel die 
unter eines andern seiner Vormundschafft ste¬ 
het, keinesweges vor sich die Erbschafft antre¬ 
len koͤnne, wenn selbige auch noch so vortheil¬ 
hafft seye, weil nehmlich allezeit bey denen Erb¬ 
schafften mutuae obligationes entstehen, und 
keine Erbschafft so vollkommen profitable wel¬ 
che nicht auch einige Onera bey sich fuͤhre 1. 4. 
fin. ff. ad. SCt. Trebell. Stryck. in not: ad 
Lauterb. p. 771. Da nun also derjenige der 
eine Erbschafft antritt, sich durch die Antre¬ 
tung der Erbschafft denen Creditoribus und 
Legatariis verbindlich machet. l. 1. princ. ff. 
de acquir. vel omitt. hered. kein Pupille 
aber sich ohne seinen Vormund andern obli¬ 
giren kan. pr. J. de Auctoritate tutorum 
auch zugleich wie oben gemeldet bey Antretung 
der Erbschafft certum animi judicium von 
noͤthen ist l. 20. &. 88. ff. de acquir vel omitt. 
hered. ein dergleichen Judicium, und Beur¬ 
theilungs=Krafft aber bey einen Pupillo noch 
nicht gefunden wird. I. 9. ff. cod. so folget daß 
der Pupille keine Erbschafft vor sich antreten 
köͤnne, sondern wenn dem Pupillen eine Erb¬ 
schafft anheimgefallen, so wird allerdings dazu 
tuto- 
Max-Planck-Institut für 
europäische Rechtsgeschichte
	        
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