Full text: Vorhoff der gantzen Jurisprudenz Oder Vollständige Einleitung zum Iure Civili, Feudali, Canonico und Publico (Th. 16 (1729))

Max-Planck-Institut für 
europäische Rechtsgeschichte 
376 LIB. II. TIT. XIX. 
— 
die Erben transmittiret, es waͤre denn, daß 
dieses hereditas paterna waͤre, weil nehmlich 
selbige ipso jure auf den Furiosum verfaͤlt 
folglich auch von ihm auf seine Erben wieder 
kommet: wenn nur noch der Furiosus in sei¬ 
nes Vaters Gewalt gewesen, und noch nicht 
emancipiret worden. Denn wenn er nicht 
mehr unter vaͤterlicher Gewalt gestanden hat 
sondern er ist vielmehr per emancipationem 
aus der vaͤterlichen Gewalt gelassen, so findet 
etwas anders statt, tunc enim transmissio 
hereditatis non aditae fit in solos descen¬ 
dentes non collaterales. Stryck. in Not. ad 
Lauterb. Comp. p. 734. 
Ferner kan auch ein Kind keine Erbschafft 
antreten, weil es nehmlich gleichergestalt sei¬ 
nen Willen noch nicht sattsam declariren kan, 
wie denn der §. 9. J. de inutil. stipul. gar signi¬ 
ficant, hiervon also redet. Nam infans & qui 
infantiae proximus est, non multum a fu¬ 
rioso distant, quia hujus modi aetatis pupil¬ 
li nullum habent intellectum. Wenn dem- 
nach einen solchen Kinde eine Erbschafft anheim 
faͤllet, so kan es sich nicht selbst erklaͤhren, es 
wolle die Erbschafft antreten, sondern solches 
thut an seine Stelle der Vater, oder der Vor¬ 
mund, LIV.5. 1. & 2. C. de jur. delib. 
So muß auch bey demjenigen der eine Erb¬ 
schafft vor sich antreten will dieses Vermoͤgen 
seyn 
FG
	        
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