Full text: Vorhoff der gantzen Jurisprudenz Oder Vollständige Einleitung zum Iure Civili, Feudali, Canonico und Publico (Th. 16 (1729))

de heredum qualitate & differentia. 375 
red. qualit. & different. p. 475. Aus dieser 
Regul fliesset nun gantz deutlich, daß diejeni¬ 
gen welche ihrer Vernunfft beraubet seyn nicht 
koͤnnen eine ihnen verlassene Erbschafft antre¬ 
ten. Z. E. ein furiosus, mente captus und 
dergleichen, weil sie nehmlich weder ihren 
Willen sattsam declariren, noch auch sich 
selbst verbinden können. l.63. ff. de acquir. he- 
red. Hingegen vertritt alsdenn der Curator 
furiosi seine Stelle und tritt die dem Furioso 
anheimgefallene Erbschafft an, nach der bekan¬ 
ten Regul, quod cunque potest tutor infan¬ 
tis, idem potest curator furiosi, quia utri¬ 
usque nullus est intellectus. Nun aber is 
von einen Curatore infantis bekant, daß sel¬ 
biger die Erbschafft vor seinen Muͤndel antritt 
folglich muß dem Curatori furiosi gleiche Ge¬ 
walt auch zustehen. l. fin. §. 7. C. de curat. 
fur. l. 59. C. de jur. delib. I. 10. ff. de acquir. 
vel omitt. hered. Hingegen stehet dem Fu¬ 
rioso, wenn er wieder zum Verstande kom¬ 
met frey, ob er das factum aditionis seines 
Curatoris ratihabiren, oder aber die von sei¬ 
nen Curatore angetretene Erbschafft wieder 
abtreten will. l. fin. §. 7. C. de curat. fur. Hat 
aber der Curator die Erbschafft noch nicht an¬ 
getreten, und der Furiosus stirbt, ehe sie der 
Curator angetreten hat, so wird sie pro non 
agnita gehalten, und folglich keinesweges auf 
die 
Max-Planck-Institut für 
europäische Rechtsgeschichte
	        
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