Full text: Vorhoff der gantzen Jurisprudenz Oder Vollständige Einleitung zum Iure Civili, Feudali, Canonico und Publico (Th. 16 (1729))

Max-Planck-Institut für 
europäische Rechtsgeschichte 
LIL II. TIT. XVIII. 
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querel anstellen. War aber keine turpis 
persona ihnen vorgezogen, sondern es hatte 
der testator seine Frau zum Erben eingesetzet: 
so konten nur die Eltern solche querelam an- 
stellen, nicht aber der Bruder. Wenn aber 
die Eltern das Testament als inofficiosum an¬ 
gefochten, so meynet Lauterbach C. J. de 
mnoff. test. Lit. s. sie hätten auch da Vortheil 
davon gehabt, daß weil das Testament uͤber 
einen Hauffen ginge, der zum Tort derer El¬ 
tern eingesetzte Erbe die Erbschaffts Portion 
verlohren, und alß ab intestato succediret 
wurde, succedirten sie Jure Rom mit de- 
nen Eltern zu gleiche Theile. Da aber Jure 
Saxonico die Brüder mit den Eltern nicht 
succediren, so folget auch daraus daß selbige 
bey Lebzeiten derer Eltern diese Querelam in¬ 
officiosi testamenti anzustellen nicht befugt 
wären. 
Seyn aber keine Eltern vorhanden, so suc¬ 
cediren ihm alsdenn 3) diejenigen, welche 
ihm a latere conjuncti seyn, oder das Ge¬ 
schwister, sie moͤgen seyn Consanguinei oder 
aber Germani. Germani aber seyn diejeni¬ 
gen, welche von einem Vater und Mutter 
Consanguiner hingegen die nur von einem 
Vater, aber nicht von einer Mutter sind ge¬ 
zeuget worden. Diesen muß gleichergestalt 
die Legitima certo casu gelassen werden, 
nehm= 
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