Full text: Vorhoff der gantzen Jurisprudenz Oder Vollständige Einleitung zum Iure Civili, Feudali, Canonico und Publico (Th. 14 (1728))

de vulgari substitutione. 
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Der testator kan auch wenn er 3 Erben 
einsetzet, einem jeglichen unter ihnen wieder einen 
andern substituiren. Wenn nun der eine Erbe 
stirbt, oder will die Erbschafft nicht antreten, so be¬ 
kommt seinen Antheil der substitutus & ita- 
que haec substitutio excludit jus accres¬ 
cendi, welches sonst in Erbschafften gewoͤhn¬ 
lich ist. 
Wenn einem coharedi ein cohaeres sub- 
stituiret wird und diesem wieder ein extrane¬ 
us, z. E. Titius und Mevius sollen meine Er= 
ben seyn, wenn Mevius nicht Erbe seyn solte, 
so soll Titius Erbe werden, woferne Titius nicht 
Erbe ist, so soll Aquilius Erbe werden, in die= 
sem Falle ist Aquilius nicht nur dem Titio 
sondern auch dem Mevio substituiret pro¬ 
pter regulam: substitutus substituto, est 
substitutus instituto l. 27. 41. ff. de vulg. & 
pupill. substit. §. 3. I. de vulg. substit. Sol¬ 
te dahero gleich der haeres legitimus, wenn A¬ 
quilius nach dem Tode des Mevii und Titii 
auch Titii Portion haben wolte, excipiren 
und sagen: Tu non es primo substitutus, 
so repliciret derselbe doch gar recht also. Ego 
sum substitutus secundo, qui substitutus 
erat primo, consequenter & ego, u. dieses ge¬ 
schiehet alles aus dem bereits oͤffters angefuͤhr¬ 
ten principio: quod nemo pro parte testa¬ 
tus, pro parte vero intestatus decedere 
possit, 
Max-Planck-Institut für 
europäische Rechtsgeschichte
	        
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