Full text: Vorhoff der gantzen Jurisprudenz Oder Vollständige Einleitung zum Iure Civili, Feudali, Canonico und Publico (Th. 14 (1728))

LIB. II. TIT. XV. 
188. 
-— 
len meine Erben seyn. Solte Mevius nicht 
Erbe werden, so sollen Grachus und Carolus 
Erbe seyn, wenn Carolus nicht Erbe wird, 
soll Grachus und Mevius Erbe werden, und 
wenn Grachus nicht Erbe wird, so sollen Me¬ 
vius und Carolus Erben seyn, und er krifft 
nicht eine Ordnung, wie ein jedes dem andern 
substituiret seyn solle, so siehet man darauf, wie 
nehmlich ein jedes ist zum Erben eingesetzet wor¬ 
den, zu so viel Theilen ein jedes zum Erben einge= 
setzet worde, in so viele Theile sind sie auch einander 
substituiret. Z. E es hat der testator im Testa¬ 
mente also disponiret: Mevius soll zu 4. unciis 
zum Erben eingesetzet seyn, Titius zu 2. unci- 
1s, Sempronius zu 6. unciis. Solte aber 
Mevius nicht Erbe seyn, so sollen ihm Titius 
und Sempronius substituirt seyn. Wenn 
Titius nicht Erbe wäre, so soll Mevius und 
Sempronius Erben seyn, wenn Sempronius 
nicht Erbe ware, soll Mevius und Titius E 
ben werden. Seinpronius stirbt ehe er die 
Erbschaffts=Portion, so ihm anheim gefallen, 
und welche 6000. Thaler betragen mag, ange= 
treten hat, so succediret Mevius ihm in 4. 
uncias, nehlich zu 4000. Thaler, und Titius 
in zwey unciis nehmlich zu 2000. Thaler. 
Quemadmodum enim testator dilexit hae¬ 
redes in instituendo, ita eosdem dilexisse 
videtur in substituendo. Huberi praelect. 
I. civ. ad h. t. 
Der 
Max-Planck-Institut für 
europäische Rechtsgeschichte 
DFG
	        
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