Inhaltsverzeichnis : Staats-Archiv (Bd. 5 = H. 17/20 (1800))

Staats=-Archiv  VI.  18.
136
halben  Villiers,  Pusch,  und  Calckön  die  nöthigen
Befehle  zugesandt  werden.
Woran  aber  Viertens  das  meiste  gelegen  ist,  daß,
da  die  vorseyende  Wahl  so  wenig,  als  die  vorige  in  so  lang
frey  seyn  würde,  als  nicht  die  Franzosen  vom  miteleren  Rhein
delogirt,  und  die  Wahl  selbsten,  gleich  im  J.  1711  von
einer  zureichenden  teutschen  Armee  bedeckt  seyn  wird,  zuvorderst -
  zu  sothaner  Delogirung  geschritten  werden  müsse,  welche
Delogirung  untereinsten  das  erste  Objectum  gegenwärtigen
Rescripts,  nämlich  die  Association  derer  vorgelegenen  Kreise,
befördern,  auch  Chur=Bayern  die  nöthige  Freyheit  und
Sicherheit  verschaffen  wird,  sich  zur  guten  Parthey  schlagen
zu  können.  Denn  nicht  just  ohnmöglich  wäre,  was  hin
und  wieder  verlauten  will,  daß  der  Frankreich  nicht,  gleich
dem  Vater,  geneigte  Sohn  von  den  Französ.  Truppen  sehr
genau  bewachet  werde.  Wenigstens  giebt  sich  Chivigny
alle  Mühe,  ihn  von  seiner  Frauen  Mutter  zu  entfernen,
als  welche  für  die  Aussöhnung  geneigt  zu  seyn  vermuthet
wird.
Ob  wohl  nun  fünftens  alles,  was  voraus  stehet,
seiner  wesentlichen  Natur  nach,  so  beschaffen  ist,  daß  es
vollen  Beyfall  sowohl  bey  Chur=Hannover  als  beiden  Seemächten -
  finden  sollte,  so  ist  doch  in  Weltsachen  nicht  ungewöhnlich, -
  daß  mehrmalen  gewisse  Nebendinge  weit  mehr
als  die  solidesten  Betrachtungen  ausgeben.  Nun  sind  Wir
auch  jene  Nebendinge  nicht  ausser  Acht  zu  lassen,  entschlossen.
Und  obzwar  England  an  denen  Reichs  Sachen  kein  unmittelbares -
  Interesse  nimmt,  auch  das  Englische  Ministerium
an  denen  Chur=Hannöverischen  Angelegenheiten  all  zu  großen
Antheil  zu  nehmen,  billiges  Bedenken  tragen  dürfte:  so
wird  sich  jedoch  sothanes  Ministerium  nicht  entschütten  wollen, -
  nach  dem  Vorgang  des  Jahres  1731  und  1732  sich
ein  Geschäft  daraus  zu  machen,  daß  die,  nebst  den  damals
e
Staatsbibliothek
Max-Planck-Institut  für
zu  Berlin
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

powered by Goobi viewer