Full text: ¬Der juristische Federfechter (St. 6 (1752))

Der Juristische 
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§. 64. 
Von des juristischen Federfechters Geschick¬ 
lichkeit. 
Wie nun, ordentlicher Weise, dieser 
sattsam beschriebene Rechtsgelehr. 
te vor den allerbesten kriegischen 
Vormunden der Weibes=Perso= | | 
nen gehalten werden muß; also ist 
auch derselbe, als der Mund seiner übrigen 
Clienten, welche ihre vorfallenden Rechts= 
oder andere dahin einschlagende Angelegenhei¬ 
ten ihme anvertrauen, billig zu betrachten. (*) 
Seine nothwendigen Eigenschaften bestehen 
durchgehends in Geschicklichkeit, Treue und 
Fleiße, ohne welche er, weder seiner Pflicht 
gebuͤhrend nachzuleben, noch das Gewissen zu 
beruhigen, weniger bey Ausuͤbung seines Be¬ 
rufs, für denen Rechts=Collegiis, Gerichten 
und der ehrbaren Welt, Ehre einzulegen, am 
allerwenigsten die Zuversicht derer Clienten zu 
erfuͤllen, im Stande ist. Wo es demselben 
an einem solcher Stuͤcke ermangelt, so wird 
er 
(*) In denen alten Soͤster Statuten werden die Advoca¬ 
ten, welche vor Gerichte anderen dienen, Vorsprecken 
genannt. vid. D. Theod. Ge. Wilh. Emminghaußens 
Memorabilia Susatensia, pag. 114 & 132. 
NIVERSIT 
Max-Planck-Institut für 
UNIVERSITAT 
DFG 
europäische Rechtsgeschichte 
TÜBINGEN
	        
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