Full text: Hitzig's Annalen der deutschen und ausländischen Criminal-Rechtspflege (N.F. Bd. 32 = [3.F.] Bd. 62 = Jg. 1853, Bd. 1 (1853))

C. Miscellen. 
3. 
Zur Geschichte der Strafrechtspflege in 
den hannöverischen Landen. 
(Aemter Gifhorn und Elbingerode.) 
a.*) 
Der zweite Band des Neuen vaterländischen Archivs für das 
Königr. Hannover, herausgegeben von Spiel, theilt S. 236—252 
„einige historische Bemerkungen über die vaterländische Rechts¬ 
pflege älterer Zeiten, besonders im Amt Gifhorn" aus der Feder 
des dortigen Amtmanns von Uslar mit. Daraus auch folgende, 
der Geschichte der deutschen Strafrechtspflege angehörende Stelle: 
Die Behandlung der Criminalfälle wird nach mehreren Perioden 
betrachtet werden müssen. Jn den allerältesten Zeiten, von 
denen die hiesige Amts-Registratur Kunde giebt, hat das Amt 
in peinlichen Fallen selbst erkannt. Im Jahr 1571 ward ein 
Straßenräuber, Namens Joachim Knute, auch Mutz genannt, 
der mehrere Fürsten, Grafen und Kaufleute mit seinen Gesellen, 
oft zu 40 Pferden stark, auf den Heerstraßen in Polen, Sachsen, 
Preußen, im Magdeburg'schen, Braunschweig'schen, Lüneburg'schen 
und Grubenhagen'schen niedergeworfen und beraubt hatte, nach¬ 
dem „der Anhaltisch Gesandter die Artikel übergeben und der 
Meister sie ihm peinlich abgefraget," hier justifizirt. Die Acten 
sind unvollständig, enthalten aber nachstehendes Straferkenntniß, 
welches diese Behauptung erweiset: 
*) Vergl. den 12. Band der Neuen Folge d. A., Heft 2, S. 110—112: 
Sttafrechtspflege in der letzten Hälfte des sechszehnten 
Jahrhunderts. 
oge 
Staatsbibliothek 
Max-Planck-Institut für 
zu Berlin
	        
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