Full text: Archiv merkwürdiger Rechtsfälle und Entscheidungen der rheinhessischen Gerichte, mit vergleichender Berücksichtigung der Jurisprudenz von Frankreich, Rheinbaiern und Rheinpreußen (Bd. 2 (1830))

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aufgehoben worden, ausnahmsweise verfügt hat, daß wenn 
Real= oder Personalarrest angelegt worden, darüber vor dem 
den Arrest anlegenden Gerichte verhandelt werden solle; in 
gegenwärtigem Falle daher dieser nämliche Grundsatz um so 
mehr noch in Anwendung kommen muß, als es offenbar sich, 
wie bereits erwähnt, von einem Commerzial-Gegenstande 
handelt und das allgemeine Handelsinteresse erfodert, daß 
der Ort des Vertrags, der Lieferung oder Zahlung auch 
jener der Entscheidung über die daraus entstandenen Streitig¬ 
keiten sei, um dieselben ohne Weitläufigkeiten zu beendigen 
und dadurch das allgemeine, von dem Staate besonders in 
Schutz genommene Handelsinteresse zu handhaben und zu 
befördern. 
A. d. G. 
auf den Appell Recht sprechend, hebt das Obergericht die Urtheile 
des Handelsgerichts vom 5ten Februar und 16ten April 1829 
auf, emendirend erklärt dasselbe das Handelsgericht in 
gegenwärtiger Sache competent, und verweißt die Partien 
zur Verhandlung in der Hauptsache an dasselbe zurück, rc. 
Obergerichtshof. Sitzung vom 13ten August 1829. 
Advokaten: Levita — Metz. 
Gedruckt in der Hofbuchdruckerei Theodors v. Zabern, 
am Bischofsplatze. 
Max-Planck-Institut für 
DFG 
europäische Rechtsgeschichte
	        
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