Full text: Allgemeine juristische Zeitung (Jg. 3 (1830))

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sind und daß ihnen an sich nur ein Schutzrecht, nicht ein 
schuldig, 
wogegen jene die Hülfe der Staatsgewalt, so 
DispositionsRecht zusteht. Daher kann ein außerordentlicher 
wie der höhern Kirchengewalt in Anspruch zu nehmen be¬ 
Gebrauch auch nicht von ihnen allein, sondern nur in Ue¬ 
fugt ist. 
bereinstimmung mit allen anderweitigen Vertretern der Kirche 
bewilligt werden, namentlich den Geistlichen, den Gemein¬ 
Miscelle. 
devorstehern, und in wichtigen Fällen selbst dem Landes¬ 
bischof und seinen Behörden. Wenn für einen gewissen Ge¬ 
Wie viel beträgt " die höchste Wette", nach Sach= 
brauch nicht ein Landesgesetz oder ein allgemeines oder be¬ 
sen=Recht? 
sonderes bindendes Rechtsherkommen nachgewiesen werden 
Mitgetheile von dem Herrn Senator Dr. Albers in Lüneburg. 
kann; so kann der Umstand, daß an andern Orten ein 
solcher Gebrauch gestattet worden ist, für die Geistlichkeit 
dieses Ortes natürlich nicht bindend seyn. Jeder Geistliche 
Der in dem 3ten Hefte des 2ten Bandes der Themis 
ist in der Ausübung seines Amtes zunächst in seinem eignen 
enthaltene Aufsatz: "Ueber die Sachsen=Buße" veranlaßt 
Gewissen verpflichtet, und kann und darf sich also nicht 
die Mittheilung der folgenden, aus dem alten Memorialien¬ 
einseitig durch dasjenige leiten lassen, was an andern Orten 
Buche der hiesigen rathäuslichen Registratur entnommenen 
geschieht. Eben so wenig kann er durch diejenigen religiösen 
Bemerkung. 
Ansichten sich leiten lassen, denen Andere, namentlich die 
„In peinlichen Sachen N. contra N. darin die Mag¬ 
weltlichen Patrone seiner Kirche zugethan sind. Was diese 
„deburgenses erkannt: die höchste Wette". 
für vernünftig und angemessen halten, ist darum nicht auch 
„die Frage vorgefallen „was die höchste Wette sey?" 
an sich vernünftig und angemessen, oder demjenigen ent¬ 
„Resp. Nach Sachsen-Rechte sechszig Schil¬ 
sprechend, was ein evangelischer Geistlicher, im Hinblick auf 
„linge, seye zwölf alte Schock. Ein altes Schock 
das Evangelium, als das Rechte erkannt hat. Es bedarf 
„ist zwanzig Silbergroschen, facit zehn Thaler ut 
demnach von Seiten der Geistlichkeit nichts, als der Er¬ 
„exstat sententia post Weihbild tit. von Todtschlä- 
klärung gegen das Patronat, daß sie einen intendirten au¬ 
„gern. Und weil dann in diesem Unterscheid zu be¬ 
ßerordentlichen Gebrauch der Kirche nicht für angemessen 
„denken, quid in hoc casu statuendum? ist con¬ 
halte; durch welche Erklärung das Patronat sofort das Recht 
„cludiret: poenam non esse minuendam sed po¬ 
verliert, einen solchen Gebrauch zu gestatten. Geschieht es 
„tius exasperandam, praesertim his mundi tei¬ 
dennoch, so macht das Patronat sich einen Angriff gegen 
„poribus, ubi delicta crescunt. Und daher dem 
die Rechte der Geistlichkeit und die Heiligkeit der Kirchen 
„Weihbid zu folgen. Luneburg d. 27. Oetbr. 1598" 
Staatsbibliothe 
Max-Planck-Institut für 
angunen D
	        
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