Full text: Allgemeine juristische Zeitung (Jg. 3 (1830))

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Worten ausgesprochen: „Ich kann diese Vorrede nicht schließen, 
Kurze Nachrichten von neuen juristischen 
ohne mit Dank anzuerkennen, wie sehr meine Arbeit durch Jacob 
Schriften. 
Grimm's und Dieck's, und in einigen Lehren auch Albrecht's 
5) Grundriß zu Vorlesungen über das Deutsche Privat¬ 
Zusammenstellung der Beweisstellen, durch Mittermaier's 
Recht mit Einschluß des Lehnrechts, nebst beigefügten Quellen von 
wahrhaft bewunderungswürdige Belesenheit, und Ortloff's Ge¬ 
Wilhelm Theodor Kraut, außerord. Prof. d. R. zu Göttingen. 
nauigkeit und Angabe der Literatur erleichtert ist; und wenn man¬ 
Göttingen in der Dietrichschen Buchhg., 1830. (386 S.). — I. 
cher in Beziehung auf das System in einigen Punkten eine zu 
unheimlicher und beklommener Einem bei einer solchen ächt barba¬ 
große Aehnlichkeit mit Eichhorn's Einleitung in das Deutsche 
rischen Auffassungs= und Behandlungsweise unserer noch vorhande¬ 
PrivatRecht finden sollte, so möge er dieß der Anhänglichkeit eines 
nen Deutschen Rechte wird, wie die vorerwähnte Schrift sie uns 
Schülers an seinen großen Lehrer zu Gute halten". — Zweckmä 
vorführt; desto herzlicher sehnt man sich nach der freien Luft und 
mäßige Auswahl in der Aufnahme der Quellen und der Literatur: 
der frischen Kühle wahrhaft vaterländischer und wissenschaftlicher 
sowie große Genauigkeit im Abdrucke des Textes sind vor allen 
Bearbeitungen derselben, und mit Freuden greifen wir nach Al¬ 
als eigne, nicht unerhebliche Verdienste des Verfassers zu rühmen! — 
lem, was dahin auch nur zu führen scheint. Mit solchen Gefüh¬ 
6) Corpus juris civilis canonici et Germanici quoad 
len griffen wir nach vorliegendem Grundrisse, und finden uns 
processum civilem per Germaniam communem, oder In¬ 
nicht getäuscht. Unsern jungen angehenden Juristen das Deutsche 
begriff sämmtlicher in des Herrn Geh. Justiz= und Ober Appell. G.¬ 
Recht in einer wissenschaftlich geordneten Uebersicht in der Gestalt 
rathes Dr. Martin Lehrbuche des Deutschen gem. bürgerl. Pro¬ 
anschaulich vorzuführen, in der es in seinen verschiedenartigsten 
cesses enthaltenen GesetzesAllegate. Von K. Chr. H. B. Bohm, 
Quellen selbst angetroffen wird, und sie auf solche Weise zu einem 
Accessisten bei d. Großh. S. W. Landesreg. z. Weimar. Jena 1830. 
quellengemäßen vaterländischen RechtsStudium anzuleiten, ist der 
(892 S. 3 Rthl.). — Ein neuer Fürstenthal! 
Zweck dieses Grundrisses. Da die Anordnung nur Nebensache, die 
Quellenauszüge Hauptsache sind, so hätten wir dieser Schrift wohl 
einen andern Titel gewünscht. Ueberhaupt scheint der Gedanke, 
Correspondenz- und Zeitungsnachrichten. 
zum Behuf der ersten Studien des Deutschen Rechts ein Deutsches 
Pandecten Werk aus den verschiedensten Quellen zu bilden, noch 
Großherzogthum Sachsen-Weimar. Vom Canzler 
Geheimenrath von Müller, und von bedeutenden Personen des 
nicht so gewürdigt, wie er es verdient. Denn wenn auch ein voll¬ 
hiesigen zahlreichen Advocaten Standes ist die Idee ausgegangen, 
ständigeres Quellen Studium dadurch nicht ausgeschlossen werden 
diesem Stande, nach Art des Französischen Barreau, eine höhere 
darf; so dürfen wir doch nicht vergessen, daß ohne ein solches Werk 
Stellung in der öffentlichen Meinung zu verschaffen. Eine Ord¬ 
unsere Studirenden — und leider ja auch unsere meisten Praktiker 
nung, welche die Rechte und Pflichten der einzelnen Mitglieder 
— fast bloß an's Heft und Compendium gewiesen sind, woraus 
besser bewacht, und verhindert, daß Unwürdige in demselben das 
keine rechte Liebe und Einsicht, sondern in der Regel nur ein Wi¬ 
Vertrauen des Publicums mißbrauchen, und den fleckenlosen Ruf 
derwille und eine Flachheit, wie wir oben wahrgenommen haben, 
des Institutes in den Augen der Mitbürger trüben, wird zur Er¬ 
hervorgehen kann. Als einleitende Institutionen zu einem solchen 
reichung dieses Zweckes für das Angemessenste erachtet. Eine große 
größern Werke würden wir den Sachsenspiegel und die eine oder 
Anzahl der Herren Anwälte verwaltet übrigens zugleich Patrimo¬ 
andere in sich abgerundete particularrechtliche Gesetzgebung, z. B. 
nialGerichte mit vieler Ehre, vermindert und kürzt die Processe ab. 
das Lübische Recht, betrachten, damit man zunächst nur einen all¬ 
Schon ist im Weimarschen nach der Volkszahl die Zahl der Advo¬ 
gemeinen Begriff Deutschen Rechtslebens und Deutscher Rechtsbil¬ 
caten geringer, als in irgend einem Sächsischen Staate, der Rechts¬ 
dung erhielte, und der Uebergang aus dem Römischen RechtsSy¬ 
gang weniger schleppend und die Acten Versendung seltener, als in 
steme ins Deutsche mehr vorbereitet und geebnet würde. Aber frei¬ 
der Nachbarschaft. — Hoffentlich wird die Regierung dem Lande 
bald das so wohlthätig wirkende Institut der Friedensrichter schen¬ 
lich muß zuvor der Begriff des Deutschen PrivatRechts noch mehr 
ken, die bereits im Meining'schen eingeführt sind, und die lange im 
aufgehellt und überzeugender nachgewiesen werden, daß und warum 
Nordamerikanischen und Dänemark die glücklichsten Resultate für 
man Rechtsquellen der verschiedensten Zeiten und Gegenden 
den innern Frieden erzielten. — Se. Durchlaucht der Herzog von 
Deutschlands benutzen dürfe, um das Wesen unserer Deutschen 
Sachsen=Meiningen ertheilt jeden Mittwoch und Sonnabend 
RechtsInstitute selbst kennen zu lernen und Andern anschaulich zu 
von 9 bis 11 Uhr Audienz für Alle, die ihm etwas vorzustellen 
machen. — Wie vorliegende Schrift sich zu andern neuern Schrif¬ 
haben. 
ten über Deutsches Recht verhalte und was sie ihnen verdanke, 
hat der Verf. selbst auf eine sehr bescheidne Weise in folgenden 
Göttingen, in der Expedition der allgemeinen juristischen Zeitung. 
2 Berin 
Max-Planck-Institut fü
	        
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