Full text: Allgemeine juristische Zeitung (Jg. 3 (1830))

Allgemeine 
ürisische Zeitun 
Herausgegeben 
pon 
Chr. Fr. Elvers, 
ord. öffentl. Prof. der Rechte in Rostock. 
6— 
Sonnabend, den 23. Jan. 1830. 
Dritter Jahrgang. Nr. 7. 
Wanderungen im Gebiete der neusten 
dazu genöthigt ward, Eide zu fordern, und Handlun¬ 
gen, die ihn mit Grausen erfüllten, beinahe täglich in 
juristischen Literatur. 
bedeutender Anzahl zu veranlassen; als er bemerkte, wie 
sehr das Recht, zu dessen Aufrechthaltung dieselben be¬ 
stimmt seyen, durch deren Vervielfältigung und Ge¬ 
„Betrachtungen über den Eid" 
ringschätzung gefährdet werde. Wenngleich, nachdem 
„enthaltend eine ausführliche Erörterung seines Be¬ 
er in seinem Richteramt viele tausend Eide hatte lei¬ 
„griffes, Zweckes und der Art seiner Anwendung, 
sten lassen, Zeit und Gewohnheit auch über ihn ihre 
„sowie der wichtigsten auf denselben sich beziehenden 
bekannte Gewalt ausübten; so hegte er doch fortwäh¬ 
„Gegenstände, und Vorschläge zu einem zweckmäßi¬ 
rend die Ueberzeugung, daß eine Verbesserung der be¬ 
„gen Gebrauche dieser Handlung, besonders einer 
stehenden Theorien, eine Verbannung der eingeschliche¬ 
„Verminderung der Eide, von Friedrich Bayer 
nen Mißbräuche dringendes Bedürfniß sey. Auch fühlte 
„Kgl. Baier. Kreis= und Stadtgerichtsrath zu Fürth. 
er sich angeregt, ungeachtet der erkannten Schwierig¬ 
„Nürnberg, bei Riegel u. Wießner, 1829". (Erster 
keit, Irrthümer zu vertilgen, welche in das ganze Ge¬ 
„Theil, LXIV u. 303 S.) 
bäude der seit Jahrhunderten bestandenen Gesetzgebung, 
Welcher praktische Jurist sollte nicht in seiner Be¬ 
und in alle Formen der Staatsverwaltung innigst ver¬ 
rufsthätigkeit leider häufig genug Veranlassung finden, 
webt und durch die Kraft der Verjährung und Gewohn¬ 
über den Eid und seinen heutigen Gebrauch Betrach¬ 
heit festgewurzelt seyen, selbst ein Rettungsmittel gegen 
tungen anzustellen! Nicht alle werden aber, wie der 
jenes Uebel aufzusuchen. Was er gefunden zu haben 
Verf. vorliegender Schrift, sich in dem Maaße angeregt 
glaubte, wurde von ihm für ein größeres Werk verar¬ 
gefühlt haben, ihre Betrachtungen weiter zu begrün¬ 
beitet, von dem der erste mehr vorbereitende Theil vor¬ 
den, und umfassender auszubilden. — Schon in seiner 
liegt. Dieser umfaßt eine Abhandlung über den Be¬ 
Jugend, erzählt der Verf., mit Ehrfurcht gegen den 
griff des Eides, abgeleitet aus der Geschichte und aus 
Eid und Abscheu vor dem Meineid erfüllt, fühlte er 
der Vernunft; eine Beurtheilung der Frage, ob es 
wahre Beängstigung, als er in das praktische Leben 
nach den Grundsätzen der christlichen Religion erlaubt 
tretend sah, welche unzählbare Menge der Eide, mit 
sey, zu schwören, und eine systematische Anführung 
Vernachlässigung jeder Feierlichkeit und jedes Anstan¬ 
der vorhandenen Literatur. Der zweite Theil soll eine 
des, mit dem grenzenlosesten Leichtsinne geschworen 
Darstellung der bisher bestandenen Formen der Eide 
würden, als er hörte, wie oft die Sünde des Meinei¬ 
enthalten (über Versprechungs- und Versicherungseide, 
des in dem Beichtstuhle bekannt werde; als er selbst 
gerichtliche und außergerichtliche Eide). Der dritte Theil 
Max-Planck-Institut für
	        
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