Full text: Allgemeine juristische Zeitung (Jg. 3 (1830))

Allgemeine 
Jurisit 
De Zeitung. 
Herausgegeben 
vo n 
Chr. Fr. Elvers, 
ord. öffentl. Prof. der Rechte in Rostock. 
X 
Mittwoch, den 20. Jan. 1830. 
Dritter Jahrgang. Nr. G. 
Bedarf derjenige, der im fremden Namen 
datar, und zwischen Mandatar und dem Contrahenten, 
contrahirt hat, zur Anstellung der Con¬ 
nicht aber zwischen dem Mandanten und Contrahenten 
tractsKlage nach Römischem und heuti¬ 
statuirte. Mühlenbruch, Doctr. Pandect. Vol. I. 
gem Rechte der Legitimation seines 
§. 132. v. Wening=Ingenheim's CivilRecht, B. 1, 
Mandanten? 
§. 211. S. 424. (der 3ten Ausg.). Wendet man nun 
Vom Herausgeber. 
Vorstehendes auf den gegenwärtigen Fall an; so fällt 
in die Augen, daß die dem Imploranten gemachte 
(Schluß.) 
Beweisauflage: zu dociren, er habe in eignem 
II. 
Namen contrahirt; — mit obgedachten Rechtsgrund¬ 
Zweifelhafter könnte die Entscheidung seyn, wenn 
sätzen in directem Widerspruch steht, weil der Manda¬ 
die Frage entsteht: Ob die dritte Beschwerde, den dem 
tar, auch wenn er des ihm gewordenen Auftrags Er¬ 
Imploranten aufgelegten Beweis, daß er in eignem 
wähnung that, dennoch allerdings propria auctoritate 
Namen contrahirt habe, betreffend, als gegründet an¬ 
zur Klagenanstellung befugt war, und daher jene Be¬ 
zufehen sey oder nicht? 
weisauflage als völlig irrelevant erscheinen dürfte. 
Geht man nämlich hier nach dem strengen Römi¬ 
Allein die strengen Formen des Römischen Rech¬ 
schen Recht zu Werke; so würde die Beantwortung 
tes sind in dieser Rücksicht heut zu Tage nicht mehr 
ohne Bedenken zu Gunsten des Imploranten ausfallen 
anwendbar. Schon das neuere Römische Recht nahm 
müssen. Denn jenes hat den durchgreifenden Grund¬ 
den milderen Grundsatz an, daß dem Mandanten aus= 
satz, mit geringen Ausnahmen, aufgestellt: Wer fremde 
nahmsweise zur Aushülfe, und besonders da, wo eine 
Geschäfte verwaltet, oder Contracte Namens dritter Per¬ 
Cession nicht möglich oder unwirksam wäre, eine Klag 
sonen schließt, erwirbt die daraus entstehenden Rechte 
gegen den Dritten, mit welchem der Mandatar contra¬ 
für sich, keinesweges dem Mandanten, welchem jen 
hirt, auch ohne Cession, zu gestatten sey. v. We¬ 
Rechte erst cedirt werden müssen. Daraus entstand denn 
ning=Ingenheim, a. a. O. §. 211. Not. v. S. 425:; 
die natürliche Folgerung, daß der Mandatar, er mochte 
Madihn's Miscellen aus allen Theilen der Rechtsgel. 
nun seines Auftrags erwähnt haben oder nicht, nicht 
(Breslau 1814. 8.) Schock. I. Nr. IX. Es leidet je¬ 
aber der Mandant, unbedingt zur Klagenanstellung ge¬ 
doch keinen Zweifel, 1) daß eine wohl als unbedingt 
gen seinen Contrahenten berechtigt war, ohne von sei¬ 
anzuerkennende Praxis in Deutschland noch einen Schritt 
nem Mandanten einer Legitimation oder Vollmacht zu 
weiter gegangen ist und die Regel sanctionirt hat: dem 
bedürfen, weil das Römische Recht in einem solchen 
Mandanten ständen für alle Fälle Forderungen und 
Falle nur Verhältnisse zwischen Mandanten und Man= 
Klage gegen den Dritten zu. Wenigstens findet sich 
Max-Planck-Institut für
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer