Full text: Allgemeine juristische Zeitung (Jg. 3 (1830))

Allgemeine 
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itu 
Uri 
n 
1.34 
Herausgegeben 
v o n. 
Chr. Fr. Elvers, 
i. 
ord. öffentl. Prof. der Rechte in Rostock. 
1 
—*X 
Mittwoch, den 28. April 1830. 
— Dritter Jahrgang. Nr. 4. 
i 
ren Strafen wider diese Verbrechen aus der damaligen Stel¬ 
Wanderungen im Gebiete der neusten juristi¬ 
lung der Kirche sehr gut entwickelt und theilweise zu recht¬ 
schen Literatur. 
fertigen sucht, tritt die weitere Entwicklung dieser Verbrechen 
bis in unsre Zeit hinab, wo sie bekanntlich eine ganz andre 
Stellung bisher eingenommen, fast nur als ein zufälliger 
Handbuch des gemeinen Deutschen Straf¬ 
Anhang auf, dessen Betrachtung dem sittlichen Gefühle des 
rechts, mit Rücksicht auf die Bestimmungen der Preußi¬ 
Verf. lästig und zuwider erscheint, wie z. B. auch die An¬ 
schen, Oesterreichischen, Baierschen und Französischen Straf¬ 
merkung 15. II. S. 11., obwol sie blos reine Thatsachen 
gesetzgebung. Von Dr. Carl Ernst Jarcke, Professor 
enthält, durch deren Zusammenstellung bezeugen kann. Dem 
der Rechte an der Königl. Universität zu Berlin. Erster Band, 
Verf. scheint aber der höhere wissenschaftliche Standpunkt der 
welcher die Einleitung und die allgemeinen Lehren enthält. 
zu seyn, wo nachgewiesen würde, daß jene Verbrechen durch 
Berlin, bei Ferd. Dümmler 1827. Zweiter Band, welcher 
die Ausbildung und Fortentwicklung des ganzen rechtlichen 
die Lehren von den Verbrechen gegen Gott und die Religion, 
und sittlichen Zustandes nothwendig eine solche Stellung 
den Regenten und dessen Familie, die Verfassung und die 
hätten einnehmen mussen, weil das Höhere dem Menschen¬ 
äußere Sicherheit, den öffentlichen Frieden und die innere 
geschlecht sonst ewig ein blos Jenseitiges geblieben und die 
Ruhe und Sicherheit des Landes enthält. 1828. 
Form einer alleinseligmachenden Kirche nie gebrochen wäre. 
Das vorliegende Handbuch zeichnet sich durch den eigen¬ 
Indem aber das freigewordene Individuum nach eigner Ue¬ 
thümlichen Weg aus, den der Verf. betreten hat, da er das 
berzeugung sich das Göttliche vorzustellen und zu erkennen 
Strafrecht in seinem Zusammenhange mit dem sittlichen Uni¬ 
bestrebte, mußte es das Sittliche durch eigne Kraft 
versum überall durchzuführen sucht. Indem der Verf. diese 
an sich ausbilden, daher der Staat, so lange seine Mitglie¬ 
Anschauungsweise ihrer Begründung nach, wenigstens zum 
der nicht als sittlich-freie erscheinen, nur als ein Verein zur 
Theil aus der Hegelschen Philosophie geschöpft hat — ohne 
Schutzung des äußern Rechts aufgefaßt werden, und daher 
dieselbe jedoch zu nennen, — tritt er in eine negative Oppo¬ 
auch nur negativ — polizeylich — auf das Höhere einwirken 
sition gegen Feuerbach, — dessen Verdienste er durch sein 
konnte. So erklärt sich die Stellung dieser Verbrechen in der 
Schweigen nicht ganz anzuerkennen geneigt scheint — indem 
neuern Zeit. Nachdem aber in jedem Einzelnen aus innerer Ue¬ 
er theilweise auf dem ethischen Standpunkt des Kanonischen 
berzeugung das Göttliche immermehr anerkannt wird und jeder 
Rechts jedoch verharrt. Denn indem der Verf. z. B. Theil 
des freien Willens sich bewußt, — dem der Verf. auch viel¬ 
11. S. 3. von den Verbrechen gegen Gott und die Religion, 
fach das Wort redet und als integrirenden Theil der Hand¬ 
womit er den speciellen Theil eröffnet, handelt, und die schwe¬ 
lung mit Recht anerkennt — sich freiwillig zu irgend 
Staatsbibliothek 
Max-Planck-Institut für
	        
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