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hat man aber auch bloße Feldziegeleien, woselbst das
Streichen und Trocknen, wiewohl nicht ohne Schaden, ¬
besonders bei nassem Wetter, unter freiem Himmel, =
und das Brennen entweder in Erdgruben oder
sogenannten Meilern geschiehet, die von den gekrockneten ¬
Steinen selbst zusammengesetzt, und wie
die Kohlenmeiler mit Erde beworfen werden.
Zur Winterszeit muß nicht gestrichen werden,
weil der Frost die nassen Steine zersprengt, auch
brennt man selbst nicht gern im Winter, weil mehr
Brennmaterial nöthig ist.
Luft=Steine (ungebrannte) sind nur zu inneren, ¬
der Witterung nicht ausgesetzten Scheidewänden
vorzüglich tauglich. Dauerhafter sind die Lehmpatzen
(mit Flachsscheben, klein gehacktem Stroh vermischten
Luftsteine), und halten auch den Kalkanputz besser
an sich.
Der mehrere oder geringere Vortheil bei einer
Ziegelei hängt, nächst der Gelegenheit zum sichern, bequemen ¬
und reichlichen Absatz der Steine und der
Nähe oder Wohlfeilheit des Brennmaterials hauptsächlich ¬
von der Rähe und Beschaffenheit der Erde
ab; und darnach richtet sich denn, so wie auch einigermaaßen ¬
nach der Witterung, auch die Dauer der
Arbeit, so daß hierüber keine allgemeingültige Sätze
angegeben werden können. Inzwischen ist soviel hiervon ¬
zu bemerken, daß ein fleißiger Mensch in einem
Tage 1400— 1500 Mauer= und 1000—1200 Dachsteine =
streichen kann, und daß das Brennen in
einem Mittelofen von 30000 Stück 48 — 50