Full text: Allgemeine juristische Bibliothek (Bd. 2, H. 1 (1781))

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wiewohl selbst nach der Meynung des Hrn. Verf. der 
Ursprung dieses Gerichtes nicht sicher bestimmt werden 
kann. (§. l. II. III. IV.) Von dem Gerichte selbst 
giebt der Hr. Verf. §. II. folgende Beschreibung: Das 
Kaiserliche Rothweiler Hofgericht ist ein Kollegium, wel¬ 
ches aus einem Richter und Beysitzern besteht, welche 
zu Rothweil einer Reichsstadt in Schwaben, statt des 
Kaisers durch gewisse Provinzen Deutschlandes die Ge= 
richtsbarkeit ausüben. 
II.) Eigenschaften dieses Gerichtes. Es ist ein 
Kaiserliches Gericht: so zeigt selbst die Jnschrift der 
Rothweiler Reformation: „Der Römischen Kaiserli¬ 
chen Majestät Hofgerichtsordnung zu Rothweil." So 
heißt es in dem Reichsabschied von Worms im J. 1521. 
„Unser Stuhl zu Rothweil." So sagt Maximilian 
der Zweyte in Reform. Rothw. §. II. T. V. „Daß das 
Hofgericht zu Rothweil Uns als Römischen Kayser ohne 
Mittel zuständig." (§. V.) Es besteht aus einem 
Richter, der zugleich Präsident ist; deren Geschichte 
der Hr. Verfasser in dem VI. §. erzählt. Es besteht 
ferner aus Beysitzern, welche ehedem theils aus Ritter= 
schaftlichen, theils aus unadelichen Standespersonen 
bestunden, von deren alten und heutigen Beschaffenheit 
der §. VII. handelt. Hierauf kömmt der Hr. Verf. 
auf die Gerichtsbarkeit dieses Gerichtes, dessen Grän= 
zen, dessen Subjekte und Exemtionen von §. VIII. bis 
XIX. Alsdann bestimmt er die Proceßordnungen da= 
selbst. §. XX. Endlich untersucht er, was in den neu= 
ern Zeiten auf dem Reichstage, was in den Kaysetlichen 
Wahlkapitulationen bis auf die Neueste Josephs des 
Zweyten, dießfalls ist verordnet worden. (§. XXI. bis 
XXX.) Und so beschließt der Hr. Verf. mit noch eini= 
gen praktischen Anmerkungen die ganze Abhandlung. 
Dieß 
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Vorage ULE 
Max-Planck-Institut für 
Universi 
europäische Rechtsgeschichte
	        
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