Full text: Allgemeine juristische Bibliothek (Bd. 2, H. 1 (1781))

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Diese akademische Abhandlung von dem Kaiserlichen 
Rothweiter Hofgerichte, läßt sich auf zween Haupt¬ 
punkte, die der Hr. Verfasser darin abhandelt, einschlies= 
sen. Der Erste Hauptpunkt handelt von der Geschich= 
te dieses Gerichts von §. l, bis IV. der Zweyte von den 
Eigenschaften dieses Gerichts von §. IV. bis ans En= 
de. Wir wollen zuerst den Inhalt getreulich erzählen, 
und dann unser unpartheyisches Urtheil darüber ganz 
kurz nach der Maasse der Abhandlung selbst bemerken. 
Nebst den zwey allgemeinen höchsten Reichsgerich¬ 
ten, dem Kaiserlichen Reichskammergerichte und dem 
Reichshofrathe, giebt es noch in dem Fränkischen und 
Schwäbischen Kreise einige Gerichte, welche im Namen 
des Kaisers Recht sprechen; deren Gerichtsbarkeit sich 
aber nur über eins oder das andre Land erstrecket; unter 
welche auch das Rothweiler Hofgericht gehört. 
Geschichte dieses Gerichts. Pfeffinger ad 
Vitriar. L. IV. T. VIII. hält dafür, daß vor Karls IV. 
Zeiten keine Meldung von dem Rothweiler Gerichte ge= 
schehe. Wegelin glaubt die erste Spur davon in dem 
Schwäbischen Landrechte und zwar nur in einem unter 
Ludwig von Baiern verfertigten Handschrift zu finden. 
Der Hr. Verfasser setzt aber den Ursprung desselben weit 
höher hinauf. Schon in den Staatsakten und Urkun= 
den in der Mitte des XVten Jahrhunderts wurde dieß 
Gericht das Kayserliche Landgericht oder das Kayser= 
liche Hofgericht zu Rothweil benamt. Jn einer 
Urkunde von Karl IV. vom J. 1361. heißt es: „Un= 
ser Landrichter zu Rothweil." So führt Hr. Kreu= 
ter noch andere Urkunden vom J. 1386. 1401. 1403. 
1404. 1406, 1415. 1442. 1452. 1471. von Ruper t | 
Sigismund und Friedrich III. zur Bestätigung an; 
wie 
Volage ULE 
Max-Planck-Institut für 
Universität 
europäische Rechtsgeschichte
	        
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