Full text: Allgemeine juristische Bibliothek (Bd. 2, H. 2 (1782))

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— Ach wären sie's doch! — Stock= 
der Beredsamkeit | 
hausens neue Sammlung von Staatsreden, und Mu= 
ster der Beredsamkeit in einigen neuern Reden großer 
Herren, sind nicht zu verachten: aber in aller Welt kei= 
ne Demosthene und Cicerone. Einzelne gute Reden 
haben wir, worunter man zählet Basedows Reden auf 
das Haus Dännemark, Gärtners auf das Haus 
Braunschweig, von Sonnenfels Rede auf Marien 
Theresien, Sulzers auf den König in Preußen, Sacks 
auf den Schwerin, Wurz auf den van Swieten, und 
einige andere, besonders Freymäurer-Reden. Uebri¬ 
gens muß jeder bekennen, daß Deutschland lateinische 
Redner von der ersten Größe aufzeigen könne. Rud. 
Agricola, Phil. Melanchthon, Aug Buchner, Cel= 
larius, Joh. Matth. Geßner, Joh. Aug. Ernesti 
und Heyne machen hierüber den sichersten Beweis. 12. 
§. 89. wird in die Klasse der vortreflichsten fran¬ 
sischen Epistolographen Balsac und Voiture ge= 
zählet; allein mit diesen begnügten sich die Franzosen nur 
so lang, bis sie die bessere Briefe eines le Pais, Bussy, 
Rabutin, St. Mard, Boursault, unter dem Namen 
Babet, insonderheit aber die ganz vortreflichen Briefe 
des Joh. Racine, nach unserer Empfindung die besten, 
die man im Französischen hat, die eben so schönen Briefe 
des Boileau, der unvergleichlichen Sevigne, welche 
die meisten geschrieben hat, der lustigen Babet, der 
Maintenon, des Voltaire, die Reisebriefe der dü Boc= 
cage, die Lettres Peruviennes (von der Mad. Graf= 
signi) die Lettres Persannes (von Montesquiou) die 
Lettres Turques (von St. Foix) die Lettres Juives, 
Chinoises und Cabalistiques (von d'Argens) in wel= 
chen zwar manches anstößige ist, theils zum Vergnügen, 
theils zum Nutzen lesen konnten. Jtaliens und Eng= 
lands Epistolographen hat Hr. S. ganz vergessen. Jn 
die 
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Max-Planck-Institut für 
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europäische Rechtsgeschichte 
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