Full text: Allgemeine juristische Bibliothek (Bd. 2, H. 2 (1782))

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gar wohl einen Sigonius, den Ciceronianischen Ant. 
Majoragius, den Palearius, einen Targ. Gallucci, 
Jgn. Chiaberge, Hier. Lagomarsini, Guido Ferrari, 
den zierlichen Facciolati, die Niederlande den zierlichen 
und warmen Dan. Heinsius und Peter Cunäus; Spa= 
nien den Petr. Perpinianus an die Seite setzen. Daß 
auch in England die weltliche Beredsamkeit nicht darnie= 
der liege, zeigen mehrere Werke, z. B. Speeches ofthe 
great and happy Parliament from Novemb. 1640. to 
June 1641. 4. Collection of parliamental Debates from 
the year 1668. to 1733. 9 Bände 8. und andere Schrif= 
ten daher. Herr S. rühmt mit den Franzosen die Re= 
den des Canzlers d'Aguessau: wir sehen aber den Grund 
dieses Lobes nicht ein. Wir glauben, daß mit mehre= 
rem Recht hier einen Platz verdient hätten Coschins 
Discours & Memoires in 6 Bänden; Glatignys Oeu- 
vres posthumes; die Discours qui ont remporté le 
prix de l'Academie u. s. w. 11.) §. 88. schreibt Hr. 
S. Germanòs hodie cum bonis literis eloquentiam 
feliciter jungere constat. Aber, was haben wir Deut= 
sche in der Beredsamkeit aufzuweisen? Predigten gehö= 
ren nicht hieher; so wenig, als die Homilie. Wahrhaftig 
diese edle Kunst ist in Deutschland ganz zurückgeblieben. 
Soll Lohensteins unerträglicher Schwulst, oder Christ. 
Weisens langweiliges Wasser Beredsamkeit heissen? 
Nein, so wenig als Lünigs und seiner Consorten Reden 
großer Herren in zwölf — ja, wirklich in zwölf Thei¬ 
len, und eine etwas erträglichere Sammlung in 2 Bän= 
den zu Leipzig und Nordhausen gedruckt. Gottscheds 
eigene und gesammelte Reden sind im Ausdruck rich= 
tig, aber Beredsamkeit? — nein, so wahr Cicero ge= 
lebt hat, nicht! in Gellerts Reden sind Funken einer 
ächten Beredsamkeit. Schulz hat eine Sammlung 
von Reden drucken lassen, unter dem Titel: Muster 
der 
Vorage ULIs 
Max-Planck-Institut für 
Jniversitäts ur 
europäische Rechtsgeschichte 
DFC 
Un
	        
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