Full text: Juristisches Magazin für die deutschen Reichsstädte (Bändchen 6 (1797))

XX. Rathsfähigkeit 
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Fischerzunft seit anno 1623 zuweilen abwechselnd 
mit der erbaren Kirschnerzunft, und seit anno 1610 
Glieder aus der erbaren Kirschnerzunft zuweilen 
abwechselnd mit der erbaren Fischerzunft, (ausser 
daß statt Hrn. Jakob Schmid, Kirschners, anno 
1655 Hr. Antoni Mürdel, Bek, und sodann anno 
1678 statt Hrn. Lienhard Scheifelen, Fischers, 
Hr. Joh. Krebs, Kirschner, wieder erkießt wurde) 
zu Rath gewählt worden. — Die erbare Mez= 
gerzunft findet sich in unverrüktem Besitz, we= 
nigstens seit anno 1620, die erbare Schmiede= 
zunft aber seit anno 1639, und endlich die er= 
bare Weberzunft seit anno 1556. 
Es läßt sich niemalen eine Raison finden, 
warum von dieser oder jener Zunft für dißmalen 
abgegangen, und ein Subjectum aus einer andern 
Zunft erwählt worden ist? 
Bei der Regimentsveränderung im Jahr 1548 
hat Carl V. verordnet, daß 10 von der Gemein= 
de in Rath gesezet, ohne zu bestimmen, aus 
welchen Zunften sie genommen werden sollen, so 
wie in der anno 1556 erfolgten Ordination eben 
so wenig gewisse Zünfte für rathsfähig erklärt 
worden sind. 
Aus welcher Ursache aber einige Zünfte von der Re= 
gimentsveränderung an einen Vorzug in Ansehung 
der Rathswahlen gehabt haben, ist um so schwe¬ 
rer anzugeben, als sich hievon nirgends etwas 
vorfindet. 
Vor 
— 
net 
Philipps 
Marburg 
DFC 
europäische Rechtsgeschichte
	        
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