Full text: Juristisches Magazin für die deutschen Reichsstädte (Bändchen 6 (1797))

398 XIX. Vergleichsverhandlungen, 
da ohne der Bürgerschaft Beschwerung kein Er¬ 
saz ausfindig zu machen wäre, nicht zu denken. 
Die bei den Spital - Umgeldt -Steuer¬ 
Forst=Bau=Kosten und andern Aemtern ein= 
gerissenen Mißbräuche wären abzustellen, auch 
über die nüzlichste Organisirung und Verwaltung 
dieser Aemter eine gemeinschaftliche Berathschla¬ 
gung kanzustellen. 
Ad I. 
Daß Mißbräuche vorhanden, müsse doch 
vor allem erwiesen werden. — Der Magistrat 
habe um Erkennung einer Localcommission gebe= 
ten, und hätten die Querulanten ein gutes Ge¬ 
wissen, so würden sie sich dieser Bitte angeschlos¬ 
sen haben. Hie und da eingeschlichene Mißbräu¬ 
che seyen durch im Mittel liegende Rechnungsre¬ 
cesse abgestellt worden. Schlechterdings seye es 
doch nicht thunlich, den bürgerlichen Deputirten 
sämtliche Stadtrechnungen vorzulegen, und damit 
allgemein bekannt zu machen, welches in Weit¬ 
läuftigkeiten führen würde, deren Beendigung 
kaum die Enkel erleben könnten. Ihre Existenz 
zu verewigen, würden die bürgerlichen Deputirten 
die unbedeutendsten Dinge kritisiren, und die be¬ 
sten magistratischen Maasregeln auf der gehäßig¬ 
sten Seite darstellen. Die in Absicht auf die 
Rechnungen erfolgte Verordnung werde auch ge¬ 
treu befolgt, insoferne nicht die veränderten Um= 
stände 
— 
Philipps 
es 
Marburg 
DFG 
europäische Rechtsgeschichte
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer