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XII.
Daniel Clasen.
Von Clasen hat die hiesige Stadt Luͤneburg, wo et
am 1. May 1623. zur Welt kam, alle Ehre gehabt. -
Sein Vater, ein Handelsmann, lies ihn zuerst
in der Johannis Schule studiren. Bey Annäherung
der Pest gieng er 1639. auf das Catharinen Gymnasium -
zu Braunschweig, alsdann aber, nach verschwundener -
Gefahr, in seine Vaterstadt zuruͤck, und ward dem
Unterrichte eines Privatlehrers anvertraut. Er besuchte
1641. die Helmstädtische Universität, befleißigte sich vorzüglich -
der schönen Wissenschaften und der Rechtsgelehrsamkeit, -
nahm auch daselbst 1646. den Magistertitel
an. Das folgende Jahr beförderte ihn zum Conrectorate -
bey der Stadtschule zu Magdeburg, welches er schon
1648. mit dem Rectorate vertauschte. Diese Schule
war des damahligen Kriegs wegen, welcher aus der
guten Stadt groͤßtentheils einen Aschenhaufen machte,
aufs äusserste verfallen; Clasen verhalf ihr aber, nach
seiner Geschicklichkeit, bald wieder zu einem ziemlichen
Flor, so wenig er sonst an einem solchen Schulamte
Vergnugen fand. Er mochte nicht einmahl gern Rector
heissen, und dieses scheinet die Ursache zu seyn, daß er
auf seine zu Magdeburg ans Licht gestellte Schriften
entweder nur den blossen Nahmen, oder unter denselben
die Worte drucken lassen: der Rechte und der Politic -
beflissener; welche kleine Eitelkeit man ihm zu
gute halten muß.
Das bestaͤndige Verlangen nach einer hoͤhern Stufe
wurde endlich 1660. gestillet. Der Canzler Langenbeck
zu Celle schlug ihn dem würdigen Landhofmeister und
Oberaufseher der Ritterschule zu Luͤneburg, Stats Friedrichen -
von Post, vor, um mit ihm die Stelle eines
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