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Johann Limnäus.
stößlicher Gründe, nur heftiger Ausdrücke bedienet, -
und eine neue Probe seiner Schwäche in der
Philosophie abgelegt habe.
5) Notitia regni Franciae, Arg. 1655. zween Theile
in 4. zusammen 10 Alph.
Die Ausgabe, welche
daselbst 1681. nachgefolgt seyn soll, ist mir nicht
vor die Augen gekommen. Dieses Werk, welches
anfangt, rar zu werden, war die Frucht seiner
dreymahligen Reisen nach Frankreich, wo er sich
bemuͤhete, von der Staatsverfassung eines so
grossen Reichs aus dem Umgange mit erfahrnen
Mannern allerley gute Nachrichten zu erhalten.
Er zog zugleich verschiedene Schriftsteller zu Rathe, -
wodurch er seine weitlaͤuftige Arbeit immer
vollständiger machte. Sie wurde im vorigen und
zum Theil noch im jetzigen Jahrhunderte als ein
Hauptbuch hochgeschätzt, und selbst von den neuern
Franzosen gerühmt.
6) Capitulationes Imperatorum et Regum Rom.
Germanicorum, Caroli V. Ferdinandi L Maximil. -
II. Rudolphi II. Matthiae, Ferdin. II. et
III. cum annotamentis, Arg. 1651. in 4. auf
4 Alph. 6 Bog. Der zweete Abdruck erfolgte
1658. der dritte 1674. welcher 5 Alph. 8 Bog.
stark ist, weil man die Capitulation der Kayser,
Ferdinands des IV. und Leopolds, aus dem Bande
II. der Additionum ad lus publ. S. 207. und
284. hinzugefügt hatte. Endlich erschien 1691.
die vierte Ausgabe. Dieses ist wohl sein bestes
Buch, worinn viel Wahrheiten gesagt werden.
Man darf nur die Noten zu Ferdinands des II.
Wahlcapitulation ansehen, so wird es bald in die
Augen leuchten, wie freymuͤthig er raisonniret habe.
Der Wienerische Hof war daruͤber sehr unzufrieden, -
e
Staatsbibliothek
Max-Planck-Institut für
zu Berlin