Full text: Beyträge zur juristischen Biographie, oder genauere litterärische und critische Nachrichten von dem Leben und den Schriften verstorbener Rechtsgelehrten auch Staatsmänner, welche sich in Europa berühmt gemacht haben (Bd. 4, St. 2 (1778))

XXVII. Jacob Bernhard Mulz. 371 
tion des Urtheils aufgetragen, und darüber be¬ 
wegten sich die hohen Craysdirectoren. Es kam 
auf die Frage an, ob der Kayser die Macht 
und Befugnis habe, die Craysausschreibenden 
Fürsten vorbey zu gehen? Mulz suchte dieses 
zu erweisen; aber er brachte Che. Thomasen, 
Sam. Stryken, und Heinrich von Cocceji 
wider sich auf. Sie setzten ihm besondere Schrif¬ 
ten entgegen, welche die Bibl. iurid. Lipeniana, 
Th. I. S. 210. genau anführt. Unterdessen 
blieb ihnen Mulz die Antwort nicht schuldig; 
wenigstens gab er zu Nürnberg 1699. auf 5. 
Quartbogen, in Lateinischer Sprache ein Examen 
Strykischen Dissertation heraus, die er ih| 
der 
rer Gelehrsamkeit und Mäßigung wegen rühmt, 
und gegen den von Cocceji schrieb er in dem¬ 
selben Jahre auch in 4. eine Untersuchung 
der sogenannten gründlichen Behauptung rc. 
welche dieser, wiewohl ohne Anzeige seines Na¬ 
mens, 1698. ans Licht gestellt hatte. Ein Ex= 
tract von diesen Mulzischen Schriften stehet 
in des Herrn von Moser Einleitung zum Reichs¬ 
hofraths=Proceß, Th. II. S. 320. 654. und 705. 
Wer sie aber ganz lesen will, und nicht einzeln 
bey der Hand hat, der kann sie alle in des von 
Cocceji Deductionibus, Consiliis et Responsis 
in caussis ilustrium, S. 1. — 22; S. 77. 
85. und S. 85. — 95. finden. An eben die= 
sem Orte sind auch diejenigen eingerückt worden 
welche von seinen Gegnern, herruͤhren. Nur 
Thomasens Dissertation hat er nicht besonders 
widerlegt. Im Anfange des Examiois scripti 
Strykiam gibt er das folgende zur Ursache an: 
Theses, quibus audacior quidam non tam so- 
lide, 
Aa 4 
— 
Max-Planck-iInstitut für 
DFG 
europäische Rechtsgeschichte
	        
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