Full text: Beyträge zur juristischen Biographie, oder genauere litterärische und critische Nachrichten von dem Leben und den Schriften verstorbener Rechtsgelehrten auch Staatsmänner, welche sich in Europa berühmt gemacht haben (Bd. 5, St. 1 (1779))

Johann Thomä, oder Thomasius. 
ein Vater, Michael Thomä, war Advocat zu 
Leipzig, und die Mutter eine Tochter Jacob 
Schultes, welcher das Andenken seines Na¬ 
mens in einigen Schriften erhaͤlt. Diese an 
Gelehrten so fruchtbare Stadt ist der Ort, wo Johann 
Thomä den 28 August 1624 die Welt erblickte. Der 
fruͤhzeitige Verlust seiner Aeltern noͤthigte die Großmut¬ 
ter, die Schultesische Wittwe, eine sehr kluge Frau, 
alle mögliche Sorgfalt auf seine Erziehung zu wenden. 
Sie verschaffte ihm, und seinem Bruder, dem wuͤrdigen 
Vater Christian Thomasiens, dessen Biographie ein 
ganzes Buch erfordert, unterschiedliche Privatlehrer, wel¬ 
che dem muntern Genie zur Griechischen und Lateinischen 
Sprache, zur Rhetoric und zu den wichtigsten Wahrhei¬ 
ten der Philosophie Anleitung gaben. Als diese Vorbe¬ 
reitung geschehen war, wurden beyde Brüder 1636 aufs 
Gymnasium zu Gera geschickt, wo sie sich, außer andern 
gewöͤhnlichen Schulgeschaͤften, im Briefschreiben, in der 
Dicht= und Redekunst, auch im Disputiren übten, und 
von ihrem Anverwandten, dem Gräfliche Reußischen 
Canzler, Johann Alberti, alle Unterstützung genossen. 
A 
Drey 
Jugl. Beytr / 5 B. 
Vorage: 
Max-Planck-Institut für 
DFC 
europäische Rechtsgeschichte
	        
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