Von der Architectur das. 1. Cap.
CVIII
zeichnet ist mit Griechischen vnd Lateinischen buchstaben / vn wiewol aber solchs grundts
Orthographia/ nit nach der manier der eltesten Roͤmer auffgezogen oder nach der lehr Vi
truuij / so mag doch die Zell oder langhauß erhöhet werden / im vndren Gybbel / wie solche
hohe mit FX bezeichnet ist / weiter dann die hohe der mitlern Architrab vnd Cornicen mit
dem buchstaben k verzeichnet/ dann etliche von den alten vnd auch den nachkomenden prsach -
erfunden worden / das solchs Gewelb wol höher auffzogen werden mög / wie dann mit
No verzeichnet ist / darumb solchs also geordnet ist / mit den Liechtgebenden fenstern in die
Zell oder langhauß/ vnd auch in die nebenfluͤgel oder nebengenge vnd abseiten / wie solche
mit Bnechst den Anten verzeichnet sind / sampt jren Gewölben vnd Schwybogen / darauff -
mit en oder d verzeichnet / oder mit be uo / doch sollen beide hinder vn vorder Wen
de jre Seulen haben in solcher gestalt/ wie die volgende Figur anzeigt / also verstand auch
von andern herumb gesetzten Seulen oder Columnen Magnesia / da diser trefflich Tempel -
stehen sol / welchen Vitruuius zu einem exempel setzet / ist ein Landtschafft Asie 2e. zu
mehierem verstand beschaw mit fleiß volgende Figur.
Kuͤnstliche auffreissung des grundts vnd Orthographi eins herlichen
gebews / der gestalt Pseudodipteri zu klare verstandt Vitruuij mit fleiß abgetheilet.
Das