Mittheilungen über dir -afilikrn-Handschristen. A4K
eine solche, welche bloß jene Bruchstücke enthielt, zur Hand hatte.
Heimbach Mi. hat die Handschrift verglichen und ich habe davon
in der Ausgabe bei dem SV. Buche Gebrauch gemacht.
H. Codex Parisiensis graecus 1367. laa) Er ist von
Pergament, in Quartformat, trug in der Colbertfchen Bibliothek
die Nummer 1358, in der königlichen, jetzt kaiserlichen, früher die
Nummer 2523, und besteht aus 124 bezifferten Blättern. Früher
scheint die Handschrift ungefähr 216 Blätter gehabt zu haben, von
denen 57 zu Anfänge und etwa 35 in der Mitte und am Ende
ausgefallen find. Obfchon die Verfasser deS Pariser CatalogS die
Handschrift in daS 13. Jahrhundert versetzen, so scheint sie doch
dem 12. Jahrhundert anzugehören. m) Bl. 1 — 37 steht die
Epauagoge aucta in 40 Titeln, von denen wegen des Ausfalles
vieler Blätter am Anfänge der Handschrift nur die Hälfte des
Titel 24 und die übrigen bis zu Ende des 40. Titels übrig sind.
Dann folgen auf Bl. 37 — 53 Fragmente der Basiliken, Haupt'
sächlich auS dem 60. Buche, des Rhodifchen SeerechtS, die Novelle
des RomanuS vom Retracte. Hiernach kommen auf Bl. 54—75
die Epauagoge cum scholiis, mit einem Anhänge von Bruch-
stücken auS den Basiliken, aus den griechischen Bearbeitungen der
Justinianischen Gesetzbücher und aus anderen vor BasiliuS Macedo
abgefaßten Schriften. Endlich folgen auf Bl. 75—124 verschiedene
Collectionen unter dem Titel: xarde (fvkkoyijv dtatpoqa xs<pdXixta.
Darin sind enthalten die lege8 georgicae, militares und navales,
sowie der canonische Brief des heiligen BasiliuS an Amphilochius,
Bischof von Iconium. Mitten in der Epauagoge aucta zum
Anfänge auf Bl. 5—9 und auf dem letzten Blatte stehen einzelne
Stellen des verloren gegangenen 35. Buches der Basiliken, und
zwar auf Bl. 7-9 aus Titel 2. 3. 4., auf Bl. 6. aus Titel 1.,
auf Bl. 5. und auf dem letzten Blatte aus Titel 6. Ich habe
davon bei der Restitution des erwähnten Buches Gebrauch gemacht.
m) Eine kurze Beschreibung giebt Zackariae, Ai qonai p. 22. *0
nqoxtiQos vo/uog p. CXCIV sq.; die hier gegebene längere verdanke ich die-
sem Gelehrten und meinem Bruder. Im Pariser Catalog wird die Handschrift
so beschrieben: Membranuceus. in 44, olim Colbertinus, deinde regius 2523.
m) Darin stimmen die beiden, in der vorigen Note genannten Gelehrten
überein.