Full text: Juristisch-mathematisches Magazin (H. 1 (1798))

5. 8. 
III. Ein Ganzes nannten die Römer As, 
und theilten dieses in 12 Unzen. Wenn nun 
eine Erbschaft von dem Erblasser in mehr oder 
weniger als 12 Unzen vertheilet worden; so 
blieb nach geschehener Theilung entweder etwas 
übrig, oder es zeigte sich ein Mangel: welcher 
Ueberschuß oder Mangel wieder nach des Erb= 
lassers Bestimmung eingetheilt werden mußte. 
Diese Eintheilung kann nun nicht anders, als 
aus der Mathematik bestimmt werden. 
§. 9. 
IV. Es sey ein Kapital, dessen Geldsorten 
eine Veränderung erlitten haben, wieder zurück 
zu zahlen; so ist die Rechenkunst hierzu unum= 
gänglich nothwendig, man nehme auch eine 
Meinung an, welche man wolle, ob nämlich 
die Zeit des Contracts, oder die Zeit der Zah= 
lung, oder beyde zugleich zu beobachten seyen. 
Diese Beyspiele, welche in Zukunft weit 
läufig abgehandelt werden sollen, können hier 
vorläufig genug seyn, um zu beweisen, daß in 
Rechten Fälle vorkommen, wo die Mathematik 
die Entscheidung an die Hand geben muß. 
5 10. 
Hier könnte man nun einwenden, was schon 
Po= 
— 
— 
Universitäts 
— 
Max-Planck-Institut für 
Bibliothek 
DFG 
europäische Rechtsgeschichte 
Rostock
	        
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