Volltext : Fontenelle, Bernard Le Bovier: Bernhard von Fontenelle Dialogen über die Mehrheit der Welten

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Daß  nicht  allemal  Finsternisse  vorfallen,
wenn  der  Mond  zwischen  der  Sonn'  und  Erde
(im  Neulichte  des  Mondes,)  oder  die  Erde
zwischen  der  Sonn'  und  dem  Mond  (im  Volllichte =
  des  Mondes)  ist,  kömmt  daher,  weil  diese
drey
Stunden  zählen.  Steht  er  z.  B.  in  E,  mitten  im  Erdschatten, =
  so  erscheint  er  für  o  in  den  Abendstunden;
fürn  zu  Mitternacht,  und  für  win  den  Morgenstunden =
  total  verdunkelt.  In  der  vierzehnten  Figur  wird
eine  totale  Mondfinsternis  vorgestellt.  C  ist  der  Mittelpunkt =
  der  von  der  Kugelgestalt  der  Erde  herrührenden ¬
  Schattenscheibe  dirt,  AM  ist  ein  Theil  der  Sonnen- =
  und  am  der  Mondbahn.  Der  Mond  rükt  von
Abend  gegen  Morgen,  oder  von  a  nach  m  fort,  daher
nimmt  die  Finsternis  an  der  östlichen  Seite  des  Mondes, ¬
  wenn  er  in  a  steht,  den  Anfang,  und  endigt  sich
an  der  westlichen,  wenn  er  in  m  kömmt;  in  e  ist  er
total  verdunkelt,  und  dem  Mittelpunkt  des  Erdschattens =
  am  nächsten.  Der  Erdschatten  läuft  (weil  die
Sonne  grösser  als  die  Erde  ist)  hinter  der  Erde  spizig
zu;  und  reicht  mit  der  äussersten  Spize  fast  viermal
weiter,  als  der  Mond  von  uns  steht.  In  der  Entfernung ¬
  des  Mondes  von  etwa  50000  Meilen  übertrift
der  Durchmesser  der  Schattenscheibe  den  Durchmesser
des  Mondes  noch  fast  dreymal,  und  daher  kan  sich
der  ganze  Mond  bis  auf  1  Stunden  im  Erdschatten
verweilen  oder  völlig  verfinstert  seyn.  Die  mehreste
Zeit  wird  er  aber  wegen  eines  grössern  Abstandes  seiner
Bahn
            
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