Full text: Sammlung der neuesten Merkwürdigkeiten welche in das deutsche sowohl allgemeine als besondere Staatsrecht einschlagen (Bd. 2 = St. 1-12 (1776))

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haupt obangezogene herrschaftliche Zusagen, sie bey ihren hergebrach¬ 
ten Rechten zu lassen, allerdings zu statten kommen muß; So halten 
wir in Ansehung dieser vierten Frage dafür: Daß die adelichen Pa¬ 
trimonial=Gerichte bey der Cognition in Jago= und Forstsachen. 
wie auch ir Handwerks= und anderen dergleichen Sachen, wie 
dieselben solche hergebracht haben, ferner billig zu lassen seyen. 
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Jst in der gräflich Reußischen Landesverfassung unter andern auch 
dieses hergebracht, daß nicht nur keine Steuern ohne der Landstände 
Bewilligung ausgeschrieben werden können, sondern daß auch die 
Steuer=Anschläge von jedes Orts Gerichtsherren selbsten gefertiget, 
und dabey der alte Schock- oder Reichspfennings-Fuß zum Grunde 
geleget, die Rechnungen aber nicht anders als mit Concurrenz der 
Landstände abgenommen und justificiret werden; Immassen davon in= 
sonderheit folgende Stellen in den gräflich Reußischen Landes=Reces¬ 
sen vorkommen, als 
Jm Landtags Abschiede a. d. Schlaitz den 13. März 1618. 
in obangezogenem Convolute sub. litt. A. p. 34. sq.Wollen unsere 
„ treue liebe Ritter= und Landschaft zu Bezeugung Dero zu uns 
„tragender ganz treuen Affection und unterthänig willfährigen Ge¬ 
„ müth „es — jährlich von einem jeden neuen Schock 6. Pfennige 
„ auf drey unterschiedene Termine — gutwillig contribuiren und 
„ darreichen, dergestalt und also, daß zufoͤrderst beydes dem von der 
„ Ritterschaft, Aemter, Staͤdte und Unterthanen Gute in einen bil¬ 
„ lig mäßigen gleich durchgehenden Anschlag, wie es ein Erbe dem 
„ andern in brüder= und schwesterlicher Theilung zu gönnen pfleget, 
gebracht, und dessen zwey Theile zu vermeldeter Contribution ange= 
„ leget und verschrieben, der dritte Theil aber frey paßiret, über¬ 
„ gangen und nicht eingezeichnet werden soll. Wie denn solchen An= 
„ schlag jedes Orts Gerichts=Herr selbsten jedoch Beyseyns mit 
Zu= 
Max-Planck-Institut für 
europäische Rechtsgeschichte
	        
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