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hier nur die Rede seyn) zeigt uns mannichfaltige kranke
hafte Veränderungen und Destructionen in allen Theilen
des Organismus. Es herrscht aber über diese Abnormitaten -
und Zerstörungen ein großes Vorurtheil: man hält
sie nämlich gemeinhin für die Ursachen der Krankheiten, -
welche am Leben der Jndividuen nagten, und bedenkt -
nicht, daß eben Krankheiten nöthig waren, um diese
organischen Zerrüttungen hervorzubringen. Eine vereiterte
Leber oder Lunge ist die Folge eines Krankheitsprocesses
welcher dieser Vereiterung vorangehen, sie begleiten, sie
vollenden mußte. Die Zerstörung dieser Organe ist nich
denkbar ohne eine zerstörende Gewalt, und selbst die Aufhebung -
ihrer Functionen ist nicht ihr, der Organe, Werk,
sondern das Werk jener Gewalt, welche sich des Lebens
dieser Organe bemächtiget und ihre natürliche Thätigkeit
aufgehoben hat. Sie sind jetzt nur im Zustande der Passivität, -
diese Organe; in diesem Zustande können sie
eben so wenig abnorme, als normale Thätigkeiten äußern:
ihr Dienst ist aufgelöst. Und in diesem Zustande zeigt
uns die pathologische Anatomie diese Trümmer eines abnormen -
Lebens=Processes. Wollen wir aus ihnen auf
die Natur jenes Processes schließen? Wir können eben
aus dem Anblick dieser Destructionen, nichts Anderes schließen, -
als daß jener Proceß zerstörend war: die zerstörende -
Gewalt selbst aber hat sich unsern Blicken entzogen: -
(denn das Eiter, was wir sehen, ist nicht das Zerstörende, -
sondern das Zerstörte) Daß vor der Zerstörung -
eine Reaction der angegriffenen Punkte gegen
die feindliche Gewalt Statt fand, ändert nichts an dem
End=Resultate, welches wir allein vor Augen haben; und
auch jene Reaction (Entzündung) war nur eine durch den
feindlichen Reiz abgenöthigte Thätigkeit, war nicht
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