Full text: Neueste juristische Literatur (1781, St. 3 (1781))

560 | Brauers Abhandl. zur Erläut. 
stüzt können sie durch die bürgerlichen Rechte aber 
nicht daraus hergeleitet werden. b) Die aus 
dem Völkerrecht fliesenden Regeln müssen nicht 
blos in ihrer Allgemeinheit, sondern wie sie die 
Natur dieses Vertrags modificirt, vorgetragen 
werden. c) Diese Regeln müssen nach Mög= 
lichkeit mit Anerkenntnissen der Interesfenten be¬ 
legt — und a) nicht auf einzelne Fälle, son¬ 
dern auf das Ganze gerichtet werden. e) Alle 
Regeln sind vorzutragen, aus welchen eine Be¬ 
stimmung des richtigen Sinns einer jeden Stelle 
geschöpft werden kann; f) der Grad der Wir= 
kung solcher Regeln mus einzeln und im Verhält= 
niß gegeneinander festgesetzt und abgewogen wer= 
den, damit aus der Zusammenhaltung derselben 
mit einer Stelle sich bestimmen lasse, welche 
Auslegung richtig sei. 
Hierauf werden die besondre Regeln (§. 3. 
bis 12.) auf welche der Verfasser seine Ausle= 
gungskunde baut, an die Hand gegeben. 1. 
Worte und Propositionen eines Vertrags müssen 
so lang in dem Sinn genommen werden, den sie 
nach dem gewöhnlichen Redegebrauch der Nation 
oder der Classe von Leuten, die seine Verfasser 
waren, haben, bis andre zusammentreffende Aus¬ 
legungsregeln einen andern nothwendig machen 
und hinlänglich bezeichnen. Jm leztern Fall ist 
der besondre Redegebrauch zum Maasstab zu 
nemen. 2. Man mus sehen, ob die Stelle 
wo- 
taatsbibli 
Max-Planck-Institut für
	        
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