Full text: Neueste juristische Literatur (1781, St. 3 (1781))

ad Pand. Vol. I. Part. II. Fasc. I. 515 
gedruckt war, die vorige Gestalt noch ist beybe¬ 
halten worden. So wird dann in Zukunft die 
Zahl der Bände, welche nach der ersten Einrich= 
tung zu erwarten war, um ein beträchtliches ver¬ 
mindert werden: und wenn es nun dem Herrn 
Verfasser gefällig wäre, auch die Zeit der Fort= 
setzung abzukürzen, so glauben wir, daß er da= 
durch seine Leser sich doppelt verbindlich machen 
würde. 
In dem Fascickel, welchen wir jetzo anzei¬ 
gen, finden sich nur Specimen 16-- 19. wovon 
das erste de natis et nascituris handelt. Hier 
hält der Hr. Verf. dafür, daß eine ungezweifelt 
unzeitige Geburt eine Erbschaft nicht transmittire, 
solches aber allerdings geschehe, wenn nicht klar 
erwiesen werden könne. Daß ein Kind ein partus 
abortiuus sey, wenn gleich die Vitalität fehle. 
Allein, da der Hr. Verf. selbst partum perfe- 
ctum und vitalem für einerley nimmt, wie kann 
die Vitalität fehlen, ohne daß ein Kind ein par¬ 
tus abortius sey? Hier liegt etwas schwanken= 
des in dem Begriffe des abortus zum Grunde, 
ob nemlich dabey blos auf die Zeit der Schwan¬ 
gerschaft, oder auch die Ausbildung der Glied¬ 
massen, zu sehen sey. Ausser diesem ist der Hr. 
Verf. auch der Meinung, daß durch ein Mon¬ 
strum auch die Erbschaft transmittirt werde, weil 
man ihm eine vernünftige Seele nicht absprechen 
könne. Wenn aber nicht von einer jeden unre¬ 
gel= 
Kk 2 
Volage 
Staatsbibl 
Max-Planck-Institut für
	        
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