Full text: Materialien zur Geschichte, Literatur, Beurtheilung, Erklärung und Anwendung des Code Napoléon, hauptsächlich zum Gebrauch der praktischen Rechtsgelehrten in Deutschland (St. 3 (1808))

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Fremde gebracht; 2) damit faits particuliers ver¬ 
bunden habe, qui annoncent l'intention de ne 
plus quitter le pays. Diese faits sind es gerade, 
die hier genauer betrachtet werden sollen. 
Es kann nicht die Rede von solchen Handlungen 
seyn, die nach den vorhergehenden Fällen schon an 
und für sich den Verlust der Eigenschaft eines 
Franzosen nach sich ziehen. 
Bloßer Ankauf von Gütern in dem fremden Lan= 
de kann auch hierher nicht gehören. Er kann ja aus 
Speculation und gewinnsüchtiger Absicht geschehen. 
Wie oft kaufen Fremde nicht Güter in einem Lande 
an, blos in der Absicht, um dereinst die Güter wieder 
für höhere Preise zu verkaufen, und das Geld mit sich 
zu nehmen! 
Eben so wenig kann Einheirathen in eine Familie, 
und Succession in das Gewerbe und die Wirthschaft 
des Schwiegervaters, die Vermuthung der Ablegung 
dieses esprit de retour begründen. 
Dies auf der einen Seite; auf der andern kann 
auch wieder der Umstand allein, daß ein Franzose sein 
ganzes Vermögen ins Ausland gebracht, nicht die 
Vermuthung bewirken, daß von ihm der esprit de re- 
tour aufgegeben worden sei. Er kann ja auch dazu 
Und 
seine gewinnsüchtigen Gründe gehabt haben. — 
überall ist ja dies, daß man sein Vermögen nach dem 
Auslande zieht, noch kein établissement en pays 
étranger. Jst es doch gesetzliche Vermuthung, 
daß ein Franzose zu sehr an sein Vaterland attachirt 
sei, und daß er seine Eigenschaft als Franzose beibe¬ 
halten wollen! 
Wie, wenn man also alle Ablegung des esprit de 
retour, welche durch Handlungen an den Tag gelegt 
wird, oder die stillschweigende Ablegung ausschlösse, 
und lediglich die ausdrückliche annähme? 
o. 
Staatsbibliothel 
Max-Planck-Institut für 
zu Be
	        
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