Full text: Bibliothek für positive Rechtswissenschaft und Diplomatik (Bd. 1, St. 3 (1799))

320 | VIII. Lang, Weber und Jacobi 
Grund ihres Rechts, und Subjecte desselben, di e | 
nicht blos aus einzelnen Personen, sondern auch aus 
Gemeinheiten bestehen, eine allgemeine Versammlung 
vorstellen, und unter sich eine collegialische Verbin¬ 
dung haben — seyen bey den teutschen Landständen erst 
im 15ten Jahrhundert anzutreffen; verschiedene bür= 
gerliche Anstalten des Alterthums, Comitia, placita, 
curiae solemnes, und Bundestage, würden mit den 
Landständen verwechselt, und auch die aus verschiede¬ 
nen Ländern zum Beweise eines höheren Alters 
der Landstände angeführten Beyspiele begründeten den 
bezweckten Beweis nicht. Die Entstehung der Land¬ 
stände habe ihren Grund in dem Schuldenwesen der 
Landesherren, wie häufige Beweise aus der teutschen 
Specialgeschichte zeigen. 
Der Verf. von Nr. 2. hat die Vertheidigung des 
Pütterschen Systems, hauptsächlich gegen Herrn Lang 
übernommen. Er führt zuerst die allgemeinen Gründe 
für jenes System vollständig und mit vieler historischen 
Kenntniß aus, und richtet sodann sehr geschickt seinen 
Hauptangriff gegen die von Herrn Lang aufgestellten 
Kennzeichen der Landstände, die er zuerst der Reihe 
nach durchgeht, dabey zeigt, daß sie entweder auch in 
älteren Zeiten nicht gefehlt haben, oder daß sie nicht 
wesentlich seyen. Hierauf führte er sehr gründlich und 
mit sorgfältig gewählten historischen Belegen aus, daß 
das einzige wahre und wesentliche Kennzeichen der Land¬ 
stände 
Staatsbibliothek 
Max-Planck-Institut für 
zu Berlin
	        
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