Full text: Bibliothek für positive Rechtswissenschaft und Diplomatik (Bd. 1, St. 3 (1799))

314 | VIII. Chronol. Verzeichniß 
sen Theils treffend sind, und gewiß von jedem liberal 
denkenden Manne werden gebilligt werden. Es be= 
dürfte daher der Vertheidigung dieser Noten in der 
Vorrede zum zweyten Hefte nicht, und wenn wir in 
dieser Hinsicht etwas wünschen sollten, so wäre es, 
daß dieselben noch weniger sparsam zu finden wären, 
und tiefer in den Geist der Gesetzgebung eindrängen, 
ohne jedoch unmögliche Volkommenheiten vom Ge= 
setzgeber zu verlangen, wie dieses z. B. S. 28 und 34 
geschieht, wo Declarationen von Verordnungen ge= 
tadelt werden. Wo ist der Gesetzgeber, der beym 
Abfassen eines Gesetzes sogleich alle mögliche Fälle, die 
vielleicht erst in späteren Zeiten veränderte Verhält- 
nisse, oder andere Denkungsart herbeyführen, über= 
sehen könnte? Er müßte mehr als Mensch seyn, wenn 
man mit Grunde dieses von ihm fordern wollte.- 
Dagegen aber wäre es sehr zu wünschen, wenn eine 
gewisse Eilfertigkeit nicht schon im zweyten Hefte 82 
Seiten Zusätze zum ersten Hefte veranlaßt hätte, wel= 
che, da sie nicht aus etwa nachher erhaltenen Nach= 
trägen zu dem Verzeichnisse der Verordnungen selbst 
bestehen, sondern nur noch kritische Bemerkungen zu 
den im ersten Hefte aufgeführten Gesetzen enthalten, 
in diesem gar füglich gleich hätten aufgenommen wer= 
den können. — Daß aber das Verzeichniß der Ver= 
ordnungen, dessen baldige Beendigung wir wünschen, 
iu mehrere Hefte zerstückelt wird, ist keinesweges zu 
billi= 
Voeg. 
Staatsbibliothek 
Max-Planck-Institut für 
zu Berlin
	        
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