Full text: Bibliothek für positive Rechtswissenschaft und Diplomatik (Bd. 1, St. 1 (1798))

131 
Pont. Roma non libera. 
setzt aber die litten ihn nicht, so würde das Haupt 
der katholischen Christenheit fortan ein Bischof in par- 
tibus infidelium seyn, aber nicht minder auf den Ge¬ 
horsam aller Katholiken Anspruch machen dürfen. Er= 
wählt könnte dazu aus den übrigen Prälaten der Kir= 
che bald dieser bald jener werden, oder man könnte 
auch ein für allemal einen von den bestehenden Erz= 
und bischöflichen Sitzen zur sedes vicaria Romanze 
Cathedrae machen. 
Auch hier müßte übrigens das Cardinalscollegium 
verbleiben, und die Wahl nach den bestehenden päbst¬ 
lichen Verordnungen geschehen. Was diese auf den 
Fall, daß die Wahl zu Rom nicht geschehen kann, 
vorschreiben, davon handelt, wie der Titel sagt, diese 
kleine Schrift des Herausgebers. Man kann übrigens, 
wie man will, die Einleitung oder die Hauptabhand¬ 
lung für den Zweck des Verfassers ansehen. 
Eine andre Frage, welchen Einfluß die wahr¬ 
scheinlich bevorstehende Verkürzung der weltlichen 
Macht des Römischen Bischofs auf seine kirchlichen, 
Verhältnisse haben wird, hat der Verf. mit Fleiß über= 
gangen, weil sie ungleich sichrer und unbedingter be¬ 
antwortet werden kann, wenn über das Schicksal der 
Teutschen Erz= und Bisthümer entschieden seyn wird. 
Ver= 
Voe 
Staatsbibliothek 
Max-Planck-Institut für 
zu Berlin 
uropäische Rechtsgeschichte ousanr ubelk Uor d
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer