Full text: Bibliothek für die peinliche Rechtswissenschaft und Gesetzkunde (Th. 3 = St. 1 (1804))

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zu vernichten. Ein abergläubischer Bösewicht, 
zu feig für eine offenbare That, betet Zau¬ 
berformeln und beschwört die Gestirne, da= | | 
mit sie dem Vaterlande Krieg herbeyziehen 
und dieser in seiner Wuth es verschlinge. Er 
that nichts, als dies, aber sein Aberglaube 
ist Hochverrath; denn er hat eine Handlung 
unternommen — mit dem Vorsatze, um die 
bestehende Verfassung des Staats zu vernich= 
ten. So strafte auch Tiber den Aberglauben 
als Hochverrath, wenn er denen den Centurio 
schickte, die einen Chaldäer um die Lebens= 
dauer des Tyrannen befragt hatten. 
Das Aeussere der Handlung selbst, ih | | 
Verhältniß zum Staate und zu den Rechten 
desselben auf seine bestehende Existenz und 
auf die Unverletzlichkeit und das fortdauernde 
Daseyn derjenigen Einrichtungen, ohne die 
ein Staat entweder überhaupt nicht als 
Staat, oder nicht als dieser bestimmte Staat 
bestehen kann; die Hostilität der äussern 
Vorage 
Staatsbibliothek 
Max-Planck-Institut für 
zu Berlin
	        
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