Full text: Bibliothek für die peinliche Rechtswissenschaft und Gesetzkunde (Th. 3 = St. 1 (1804))

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nicht ihrem Schicksale überlassen werden, ohne 
daß der Staat (der sich etwa damit begnügt, 
sie die Urphede schwören zu lassen, und dabey 
denkt: thun sie es wieder, so können wir ja 
von neuem strafen!) sich mit Bedacht die 
Frage vorlege: was soll nun aus den Men¬ 
schen werden, die entweder schon vor der 
Strafe nicht im Stande waren, sich zu näh= 
ren, oder denen jetzt, wo sie der Welt ver¬ 
ächtlich oder fremd geworden sind, die Sub¬ 
sistenz erschwert worden ist? wie können sie 
wieder am besten in die Welt eingeführt, wie 
kann ihnen durch ehrliche Thätigkeit ihre Exi¬ 
stenz erhalten, und überhaupt der Staat ge¬ 
gen neue Anfälle von ihnen gesichert werden? 
Die Anstalten dazu, deren Nothwendigkeit der 
Entwurf selbst (§. 152 — 158) anerkennt 
dürften wohl als die zweckmäßigsten folgende 
seyn: — Wenn ein Verbrecher aus dem Zucht¬ 
haus oder Besserungshaus wieder entlassen 
wird, oder sonst eine schwere Strafe ausge¬ 
se 
Staatsbibliothek 
Max-Planck-Institut für 
zu Berlin
	        
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