Full text: Bibliothek für die peinliche Rechtswissenschaft und Gesetzkunde (Th. 3 = St. 1 (1804))

nicht blos in den Gränzen des Staats, son¬ 
dern auch ausser denselben; so antworte ich: 
wenn auch dieses wahr ist, so verpflichten sie 
ihn doch nur in den Fällen, für welche sie ge¬ 
geben sind. Für den Fall der Beleidigung ei¬ 
nes Fremden in fremden Staaten konnten sie 
aber nicht gegeben werden; weil sie nur gege= 
ben werden können zum Schutze derer, die im 
Schutze des Staats stehen. Oder wendet man | | 
ein: „ein solcher Unterthan zeigt doch offenbar 
in der auswärts begangenen Missethat einen 
gesetzwidrigen Willen, durch den er nachher 
auch seinem Staat gefährlich wird; dieser muß 
sich also sichern vor dem Ausbruch seines gesetz= 
widrigen Willens durch Strafen." — Siche= 
rung vor dem Verbrecher ist kein Grund der 
Strafe. Gegen den blos gefährlichen wirkt 
die Polizei, aber nicht die strafende Justitz, die 
nur übertretene Strafgesetze anzuwenden, und 
also da nichts zu thun hat, wo das sie bestim= 
mende Strafgesetz nicht übertreten wurde. 
Vorage 
Staatsbibliothek 
Max-Planck-ins 
zu Berlin
	        
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