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das v (oder u) von dem a, sondern umgekehrt dieses
von jenem verschlungen wurde und sich solchergestalt
der (in der Regel) lange Vocal u erzeugte. Dieß
ist nämlich der Fall in dem Namen Lucius, den die
Griechen mit Aeüxog übertrugen und der, wenn
auch nicht aus dem tuskischen lauchme (latinisirt in
Lucumo, Lucmo) entstanden, doch sicher mit ihm
verwandt ist, serner in Lucanus (gr. Asiavog),
in dem Namen der latinischen Coloniestadt Lucentum ¬
in Spanien (jetzt Alicante) und in allen übrigen ¬
mit dem Worte lux verwandten Wörtern der
lateinischen Sprache. Um diesen scheinbar gewagten
Satz zu rechtfertigen, müssen wir vor Allem etwas
über die Bedeutung sagen, die unserer Wortfamilie
zu Grunde liegt.
Eine bestimmte Bedeutung hat die Wurzel
lav so wenig, wie irgend eine andere Wurzel!).
Indessen hat sich doch bald in der Mehrzahl der
aus ihr entsprossenen Wörter eine gewisse Richtung
der Signification gebildet, nämlich eine solche, welche
von der Idee der Kraft auf die Vorstellung des
Glanzes, der Glätte und Reinheit übergieng. Schon
— oder vielmehr noch — im Particip des Verbums
lavare (gr. v), nämlich in der Form lautus,
zeigt sich die Bedeutung „glänzend, prächtig" und
*) S. Beilage I. §. V.