Staats-Archiv VI. 18.
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gestalt, daß vernünftigerweise daran nicht mehr zu zweifeln
ist; wie dann deren Gewißheit noch vor Eintreffung gegenwärtigen -
Couriers da, wo Du bist, bekannt seyn muß.
Eine so große Begebenheit nun zu Unserm und der gemeinsamen -
Sache Behuf sich zu Nutzen zu machen, will allerdings -
erforderlich seyn; bevorab, da solcher Todtesfall just
zu einer Zeit erfolget, wo dem Reich, und ganz Europa,
wenn man sich anders nicht selbst verblenden will, über der
eigenen Wohlfahrt die Augen eröffnet seyn sollten.
Der Preußische Betrag hat sich in voller Maaße so veroffenbaret, -
wie Wir nicht nur im J. 1741, sondern auch
nachher vor und nach dem Breslauer-Frieden immerzu vorgesetzt. -
Und da derselbe, zufolge Deiner Berichten in England -
Holland durchaus verabscheuet wird, so sollte man
billig hoffen können, daß nicht mehr irrige Wege, wie vormals, -
allda eingeschlagen werden dürften: bevorab da, was
die von England übernommene Garantie, nach ihrer wesentlichen -
Natur, mithin vermöge des guten Trauens und Glaubens -
erfordere, die Sache von selbst redet.
Die französ. Gewaltthätigkeiten waren just zur nämlichen -
Zeit, als der Tod erfolget, aller Orten auf das
höchste angewachsen; und diese Gewaltthätigkeiten wurden
unter dem Deckmantel der Kaiserl. Würde ausgeübet, auch
von dem im Reich anerkannten Oberhaupt auf eine — kein
Beyspiel in der Historie findende Art zu verthätigen, zu
rechtfertigen, und zu unterstützen gesuchet.
Die ungemein nachtheiligen Folgen so für die Reichs¬Verfassung, -
und allgemeine Freiheit Europa, von einem,
theils an Frankreich ergebenen, und theils mehrmalen in gefährlichen -
Handlungen mit dieser Krone verwickelt gewesenen
Oberhaupt des Reichs zu befahren stehen, haben sich meh
denn überflüssig geäußert.
Voge
Staatsbibliothe
Max-Planck-Institut für
zu Berlin
ech