Full text: Annalen des teutschen Reichs (H. 2 (1793))

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brachte ihn auf andere, nachher sehr bereuete Gedan¬ 
ken. Jetzt muß man üͤber den Einfall des Verfassers 
lachen. Er schreiet wie ein altes Weib wenn das Haus 
in Brand stehet. XIX. Erbvertrag der beyden 
Markgräflichen Linien zu Baden=Durlach 
und Baden=Baden vom 28. Jänner 1765. Ein 
wichtiger Beytrag. Der bezielte Fall trug sich schon 
6 Jahre darauf zu. XX) Reichshofrathsgutach¬ 
ten in Sachen der Würtembergischen Lan¬ 
desstände gegen den Herzog von Würtem¬ 
berq in pet. diversorum gravaminum, nunc transactio¬ 
nis im Jahre 1770. Ein sehr merkwürdiges Akten¬ 
stück, dessen Bekanntmachung besonders warmen Dank 
verdienet. Wir werden desselben bey einer andern Ge= 
legenheit, wo es schicklicher seyn dürfte, als hier, vielleicht 
ausführlicher erwähnen. Es giebt durch seine Fassung und 
durch die so häufig in demselben enthaltene Salvations= 
klausuln zu mannichfaltigen Betrachtungen, die keinem 
forschenden Prüfer entgehen können, Anlaß. Möchte 
es dem Verfasser gefallen, seine Arbeit fortzusetzen und 
uns bald abermals einen fernern Band liefern. In die¬ 
sen Wunsch stimmet gewiß jeder ein. 
(Die Fortsetzung gleich bey Anfang des nächsten Hefts.) 
gekommenen Lebensbeschreibung wird er sehr gegen manche 
Vorwurfe gerechtfertiget. Daß der Wiener Hof ihn am 
Ende der Regierung Carl VI. undankbar behandelt habe, 
scheint ausgemacht zu seyn. Merkwürdig ist es, daß damals 
auch feine grimmigsten Feinde ihm den Vorwurf eines auf eine 
wahrhaft schändliche Stuffe gestiegenen Eigennutzes — den 
er sonst überall erdulden mußte — nicht gemacht haben. 
Vorage 
Staatsbibliothek 
Max-Planck-Institut für 
zu Berlit
	        
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