Full text: Annalen des teutschen Reichs (1794, Jennerh. (1794))

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worben hat. Möchte das Beyspiel dieses verehrungs¬ 
würdigen Mannes, der noch im spaͤten Alter thaͤtig war, 
der durch sein Exempel zeigte, was ein Klostergeistlicher, 
eigentlich seyn soll, mächtig auf andere wirken. 
Möchte das Fürstliche Stift, dessen Vorgesetzter und 
Hauptzierde er war, das schon seit Jahrhunderten der 
Sitz des Fleißes und wahrer Gelehrsamkeit gewesen ist, 
sich seines Segens fernerhin wuͤrdig machen - Pater 
Moriz Ripell, vormaliger Archivarius und Stadt¬ 
halter des Stifts ist sein Nachfolger. Auch er hat den 
Ruhm eines Gelehrten. 
Von Vermählungen verdienen die den 24sten De- 
cember voll zogene hohe Verbindungen des Kronprinzen von 
Preussen, mit der Prinzessin Luise und am 26sten 
seines Bruders, des Prinzen Ludwigs mit der Prin= 
zessin Friedericke von Mecklenburg=Strelitz 
hier bemerket zu werden. Die Vorsicht wird die reinen 
Wünsche erfüllen, welche jeder Preussische Unter¬ 
than, ja jeder Teutsche, der es füͤhlet, wie viel an der 
Erhaltung dieses Hauses, an der Bewahrung desjeni= 
gen, was Friedrich glorreich gestiftet hat, noch der 
spätern Nachwelt gelegen ist, für Preussens und 
Mecklenburgs schönste Blüthe gen Himmel schicket. 
Noch möchte es wohl schicklich seyn, die den 9ten 
Oktober zu Petersburg vollzogene Vermählung 
des Großfürsten Alexander von Rußland, ältesten 
Sohnes des Thronfolgers und der Herzogin Sophie, 
Dorothee, Auguste (Marie Federowna) von 
Würtemberg, mit der Prinzessin Marie Louise 
Auguste von Baden hier zu gedenken. Die letz¬ 
ters hatte vorher, so wie es das in Rußland ein¬ 
mal eingeführte Herkommen, das schon längst, so zu 
reden, 
Vorege 
Staatsbibliothek 
Max-Planck-Institut für 
zu Berlin
	        
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